Betrug und Urkundenfälschung

Anklage: 61-Jährige soll Spendengelder abgezweigt haben

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Die Angeklagte muss sich vor dem Landgericht Schweinfurt verantworten.

Schweinfurt - Vor dem Landgericht Schweinfurt hat am Mittwoch der Prozess gegen die Vorsitzende des Afrika-Hilfsvereins "all4africa" begonnen. Die Frau soll Spendengelder veruntreut haben.

Laut Anklage soll die 61-Jährige in großem Umfang Geld von Konten des gemeinnützigen Vereins abgezweigt und damit veruntreut haben. Zudem wirft ihr die Staatsanwaltschaft Betrug und Urkundenfälschung vor.

Die Angeklagte sitzt bereits in Untersuchungshaft. Medienberichten zufolge soll die Frau zwar engagiert um Spenden für Hilfs- und Patenschaftsprojekte in Tansania und Kenia geworben haben und auch mehrfach nach Afrika geflogen sein, von den gesammelten Geldern sei dort aber nur wenig angekommen. Das deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) attestiert dem in Hollstadt (Kreis Rhön-Grabfeld) gemeldeten Verein „all4africa“ einen zweifelhaften Umgang mit Spendengeldern. Der Verein habe sich trotz mehrfacher Versuche geweigert, dem DZI Auskunft über seine Arbeit zu erteilen, schreibt das Institut auf seiner Website. Für den Prozess sind vier Verhandlungstage angesetzt.

dpa

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