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Anklage gegen Sattelzug-Fahrer nach wüster Alkoholfahrt

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Lkw-Chaosfahrt in Fürth
Ein Lastwagenfahrer hatte nach einem Unfall an einer Kreuzung eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. © Löb Daniel/dpa

Die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Nürnberg-Fürth hat Anklage gegen den Lastwagen-Fahrer erhoben, der im Februar in Fürth mit seiner Alkoholfahrt einen Straßenzug teilweise verwüstet haben soll. Die Anklagebehörde hält den 51-Jährigen der Gefährdung des Straßenverkehrs, des unerlaubten Entfernens vom Unfallort, der fahrlässigen Brandstiftung und der fahrlässigen Körperverletzung in mehreren Fällen für schuldig, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Fürth - Der Mann war den Ermittlungen zufolge im Februar mit seinem Sattelzug und mehr als zwei Promille Alkohol im Blut über eine rote Ampel und dann in eine Wohnstraße gefahren. Dort rammte er mehrere Autos, schob diese ineinander und setzte mehrere Fahrzeuge so in Brand - darunter auch seinen eigenen Lkw.

Das Feuer griff auf angrenzende Gebäude über. Mehrere Menschen wurden verletzt, ein Mann konnte sich nach Darstellung der Staatsanwaltschaft nur durch einen Sprung auf die Motorhaube eines Autos vor dem mit 26 Tonnen Maschinenbauteilen beladenen Lastwagen retten, der teilweise mit Tempo 70 durch die Anliegerstraße gedonnert sein soll.

Die Staatsanwaltschaft bezifferte den entstandenen Sachschaden auf 200 000 Euro an insgesamt 31 in Mitleidenschaft gezogenen Fahrzeugen sowie auf 500 000 Euro an den Gebäuden. Der Beschuldigte sitzt seit der Tat in Untersuchungshaft. Er habe die Vorwürfe im wesentlichen eingeräumt. Über die Zulassung der Anklage müsse nun der Vorsitzende eines Schöffengerichts beim Amtsgericht Fürth entscheiden. dpa

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