Unfassbares Martyrium für Schülerin

Anna (11) von Mitschülern brutal missbraucht

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In einem Kinderheim in Grafenrheinfeld wurde die elfjährige Anna brutal missbraucht. 

Schweinfurt - Was für ein Horror! Ausgerechnet in einem katholischen Jugendheim ist ein elfjähriges Mädchen von Mitschülern missbraucht und vergewaltigt worden! Jetzt ermitteln Staatsanwaltschaft und Kripo Schweinfurt.

Die Taten geschahen am vergangenen Wochenende im Zirkuszelt der Jugendhilfeeinrichtung „Maria Schutz“ im Grafenrheinfeld. Hier sollen die sozial auffällig gewordenen Kinder eigentlich verborgene Talente entdecken – doch Anna (Name geändert) erlebte hier einen Albtraum.

Nach tz-Informationen onanierten vier Buben (zwischen 13 und 14 Jahre alt) vor ihr, drei sollen dann zugeschaut haben, wie einer der Älteren das Mädchen vergewaltigte. Polizeisprecher Karl-Heinz Schmitt: „Wir wissen aufgrund der bisher durchgeführten Ermittlungen sicher, dass wir mehrere Tatbeteiligte haben, die an verschiedenen Tagen das Mädchen sexuell missbraucht haben.“

Das Heim selbst hatte am Montag die Polizei eingeschaltet, nachdem Anna ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Dort muss sie vor allem psychologisch betreut werden. Ihre Mutter Petra M. (Name geändert) zur tz: „Sie kann nicht begreifen, warum die Täter ihr das angetan haben. Sie verdrängt die ganzen Geschehnisse, sie will das alles nicht wahrhaben.“

Laut Polizei wurden die Täter inzwischen im Beisein des Jugendamts vernommen. Polizeisprecher Schmitt: „Es wurden alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet, um die Vorfälle schnellstmöglich aufzuklären.“ Doch das Problem ist das Alter der Täter, von denen zwei noch nicht einmal strafmündig sind – und deshalb für ihre Übergriffe nicht bestraft werden können.

Dass Annas Mutter dennoch die Öffentlichkeit sucht, hat einen Grund: Nach der Behandlung im Krankenhaus soll ihre Tochter, die vor einigen Monaten wegen Verhaltens-Auffälligkeiten im Heim lebt, wieder zurück. Petra M.: „Wir haben Angst, wenn sie in dieses gefährdete Umfeld zurück muss. Wir kämpfen dafür, dass sie zu uns heim kann.“

Der Leiter des von der Caritas getragenen Jugendhilfezentrums, Andreas Waldenmeier, bedauerte den „tragischen Vorfall“. Man nehme ihn zum Anlass die „umfangreichen Präventionsmaßnahmen, Risikoeinschätzungen und Leitlinien erneut zu überprüfen“, hieß es in der Stellungnahme. Dem Haupttäter (14) drohen bis zu zehn Jahre Haft.

tz

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