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Gefährlicher Prozess: Richter verletzt sich mit scharfen Beweisgegenstand - Arzt muss ihn behandeln

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Außergewöhnlicher Prozess.
Außergewöhnlicher Prozess. © dpa / Oliver Berg

Während eines Prozesses am Landgericht Ansbach schnitt sich der Richter mit der scharfen Klinge eines Beweisgegenstandes. Er musste sogar vom Arzt versorgt werden.

Ansbach - Am eigenen Leib musste der vorsitzende Richter des Ansbacher Landesgerichts feststellen, wie scharf die Klinge eines Samuarischwerts sein kann. Dem außergewöhnlichen Gegenstand kam er während der Verhandlungen in einem Prozess gefährlich nahe. 

Ansbach: Vorsitzender Richter verletzt sich mit Samuraischwert und muss ärztlich behandelt werden

Eigentlich sollte Claus Körner, der Richter im fränkischen Ansbach ist, ein Urteil in einem Sachbeschädigungs- und Brandstiftungsprozess fällen. Doch ein Beweisgegenstand verzögerte die Verhandlungen. Der Richter schnitt sich während der Begutachtung der Beweismittel an einem Samuraischwert, das bei einer Hausdurchsuchung sichergestellt wurde. Sofort strömte das Blut im Gerichtssaal. „Es war ein kleiner Schnitt, der relativ stark geblutet hat“, sagte der Sprecher des Landgerichts, Daniel Hader, am Dienstag, 14. Januar.

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Verhandlung am Landgericht: Prozess um Brandstiftung und Sachbeschädigung 

Am vergangenen Donnerstag verhandelte das Gericht um die Unterbringung eines Mannes in einer Psychiatrie, der eine Brandstiftung und mehrere Sachbeschädigungen begangenen haben soll, und das möglicherweise mit dem Samuraischwert. Während des Prozesses zog der Richter das Schwert aus der Scheide, um es genauer anschauen zu können. Doch dabei verletzte er sich mit der scharfen Klinge. Der Richter blieb jedoch ganz gelassen und sagte: „Kleine Unterbrechung - ich hol' mir mal ein Pflaster.“

Am Ende musste ein Arzt Körner versorgen, der zufällig Gutachter in dem Prozess war. „Er hat ihn fachmännisch verpflastert“, sagte der Sprecher des Landesgerichts. Danach ging die Verhandlung wie gewohnt weiter. 

Video: Haare schneiden mit Samuraischwert: Skurriles Asien 

Am Sonntag (12. Januar) ereignete sich an der Westumfahrung von Krugzell ein schwerer Unfall. Ein Audi kam von der Straße ab und blieb auf dem Dach liegen.

In Ansbach kam es kürzlich außerdem zu einem Messerangriff in einem Büro. Ein Mann stach zu - dann flüchtete er. Die Polizei fahndete mit einem Hubschrauber. 

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