Ansbach: Vergewaltiger legt Teilgeständnis ab

Ansbach
+
Hermann Lennert bei der PK

Ansbach - Die massive Misshandlung eines zwölfjährigen Mädchens im mittelfränkischen Ansbach scheint nach einem Hinweis eines ehemaligen Arbeitskollegen vollständig aufgeklärt.

Lesen Sie auch:

Ist der Vergewaltiger von Ansbach ein Serientäter?

Der Vergewaltiger des Kindes hat nach dem Tipp des Ex-Arbeitskollegen ein Teilgeständnis abgelegt. Der Zeuge hatte den 25-Jährigen mit einem weinenden Mädchen im Arm gesehen und dies den Ermittlern gemeldet, sagte Kriminalhauptkommissar Hermann Lennert am Montag in Ansbach. Das Kind war am Freitagnachmittag auf dem Heimweg vom Musikunterricht in einer Bahnunterführung verschleppt und in einem Gartenhäuschen missbraucht und vergewaltigt worden.

“Der Schlüssel zum Erfolg war eine Öffentlichkeitsfahndung und der daraus resultierende entscheidende Hinweis aus der Bevölkerung“, betonte Lennert. Schon am Samstag hatte die Polizei den mutmaßlichen Täter festgenommen - mit verändertem Aussehen in der Badewanne seiner Freundin. Es sei nicht leicht gewesen, den arbeits- und wohnungslosen Mann ausfindig zu machen, schilderte der Kripo-Kommissar.

Bayerns unheimliche Phantome

Phantombilder Bayern
Der Verdächtige im Mord Luise Zimmermann: Mit diesem Phantombild sucht die Polizei nach dem möglichen Mörder von Luise Zimmermann. © Polizei
Phantombilder Bayern
Der miese Vergewaltiger: Dieser Mann hat eine damals 31-jährige Joggerin in der Nähe des Ismaninger Speichersees in ein Gebüsch gezerrt und dort misshandelt. Die Tat geschah am Abend des 25. Juni 2006 zwischen dem Wasserkraftwerk und der Einmündung in die B 471. Der Sex-Täter (ca. 30-40 Jahre alt, kräftige Statur) radelte nach seiner Tat in unbekannte Richtung davon. © Polizei
Phantombilder Bayern
Die Bestie vom Brauneck: Am Samstag, den 25. November 2006, gegen 14.30 Uhr, wurde eine 67-jährige Wanderin am Leitenberg, Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, von einem unbekannten Täter überfallen und vergewaltigt. Danach lässt der 40 bis 45 Jahre alte Mann die Frau mit Handschellen gefesselt, Mund und Augen verklebt zurück. Ein Jäger findet das Opfer eineinhalb Stunden später. © Polizei
Phantombilder Bayern
Der Doppelmörder von Traunstein: Seit mehr als zwölf Jahren fahndet die Polizei nach diesem Mörder. Er hat am 7. Juni 1997 in Litzlwalchen (Kreis Traunstein) ein holländisches Ehepaar getötet. Mit einem Wohnmobil fuhr er die beiden Leichen rund 270Kilometer weit bis nach Nürnberg. Dort stellte er das Fahrzeug auf einen Parkplatz, später wurden die verkohlten Leichen von Truus und Harry Langendonk gefunden. © Polizei
Phantombilder Bayern
Der Angreifer mit dem Säbel: Am 28. Juli 2005, gegen 8.45 Uhr wurde im Augsburger Stadtteil Pfersee eine Radfahrerin überfallen. Der unbekannte Täter schlug der Frau im Vorbeifahren mit einem 60 bis 80 Zentimeter langen Krummsäbel, Krummschwert oder ähnlichem metallischen Gegenstand in den Nacken und verletzte sie schwer. Die Frau wurde schwer verletzt, der Mann radelte einfach davon. © Polizei
Phantombilder Bayern
Der Sex-Gangster von Kolbermoor: Nach einem Abend auf dem Rosenheimer Herbstfest wäre eine 22-Jährige von diesem Mann beinahe vergewaltigt worden. Sie fuhr in der Nacht zum 7. September 2008 mit dem Bus zum Kolbermoorer Bahnhof und wollte die letzten Meter zu Fuß gehen. In der Breitensteinstraße wurde sie von dem Täter gepackt. Die Frau wehrte sich durch einen gezielten Stoß mit dem Knie und rannte davon. © Polizei
Phantombilder Bayern
Der Räuber mit der hohen Stimme: Mit einer Pistole bewaffnet überfiel dieser Mann am 9. März 2009 den Netto-Markt in Eichendorf (Kreis Dingolfing/Landau). Am Abend lauerte er einer Verkäuferin auf, hielt ihr die Waffe vor und zwang sie zurück in den Laden. Dort bedrohte er zwei weitere Angestellte und erbeutete einen vierstelligen Euro-Betrag. Zeugen berichten, er habe auffällig gepflegtes Hochdeutsch in hoher Stimmlage gesprochen. © Polizei
Phantombilder Bayern
Der Huren-Schläger: Weil eine Prostituierte ihm die verlangten Sexpraktiken verweigerte, zog dieser Mann eine Waffe. Als die Frau flüchten wollte, schlug er sie gegen Kopf und Gesicht. Erst als eine Kollegin der Prostituierten hinzukam, machte der Täter sich davon. Die Tat geschah am 26. Februar 2005 in einem Apartment in der Regensburger Frankenstraße. Der Mann soll mit slawischem Akzent gesprochen haben. © Polizei
Phantombilder Bayern
Der vermeintliche Kinderschläger: Dieser Mann versuchte am 21. Januar 2009 in Bayreuth, ein Mädchen in seinen blauen Kombi zu ziehen. Er überholte die 9-Jährige, stieg dann aus, packte sie am Arm und zerrte sie in Richtung seines Autos. Das Mädchen wehrte sich und schrie – da ließ der Mann von ihm ab und floh. Das Phantombild zeigt einen 50- bis 60-jährigen Mann mit Halbglatze, einer randlosen Brille sowie einem auffälligen Pickel oder einer Warze auf dem Kinn. © Polizei
Phantombilder Bayern
Der Räuber mit dem stechenden Blick: Dieser Mann soll dieselbe Bank gleich zweimal überfallen haben: Am 24. August 2007 und am 21. September 2007 wurde die Handels- und Gewerbebank Aystetten (Kreis Augsburg) zum Tatort. Wie die Polizei ermittelte, gehen wohl auch sechs weitere Banküberfälle in Baden-Württemberg auf sein Konto. Zeugen sind vor allem seine dunklen Augen mit stechendem Blick und seine schmale Nase aufgefallen. © Polizei

Inzwischen habe der 25-Jährige den Tatvorwurf im Wesentlichen gestanden, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Gerhard Karl. “Es liegt aus unserer Sicht eine Vergewaltigung vor, und zwar in besonders schwerem Fall.“ Hinzu kämen schwerer sexueller Missbrauch von Kindern und Körperverletzung. Auf diese Taten stünden jeweils mindestens zwei Jahre Gefängnisstrafe. Die Ermittler gehen nicht davon aus, dass der Mann es gezielt auf die Zwölfjährige abgesehen hatte. Ob er auch für weitere Taten etwa in Unterfranken verantwortlich sei, werde derzeit geprüft.

Ansbach: Schülerin (12) missbraucht

Schwerer Missbrauchsfall in Ansbach
Schwerer Missbrauchsfall in Ansbach: Eine 12-jährige Schülerin wurde von einem Mann verschleppt und vergewaltigt. © dpa
Schwerer Missbrauchsfall in Ansbach
In dieser Bahnunterführung wurde das Mädchen verschleppt. © dpa
Schwerer Missbrauchsfall in Ansbach
Die Unterführung wurde von der Polizei abgesperrt. © dpa
Schwerer Missbrauchsfall in Ansbach
Die 12-Jährige war auf dem Nachhauseweg von einer Musikstunde. © dpa
Schwerer Missbrauchsfall in Ansbach
Der mutmassliche Täter zerrte das Mädchen zu diesem verlassenen Grundstück. © dpa
Schwerer Missbrauchsfall in Ansbach
Dort wurde sie in einem Gartenhaus stundenlang missbraucht. © dpa

“Der Täter war völlig unbewaffnet, hat das Mädchen massiv bedroht und sie zur Einschüchterung gleich geschlagen“, sagte Lennert zum Tathergang. Aus einem Schuppen stahl der 25-Jährige eine Stange und einen Hammer und brach damit das Gartenhaus auf. Nach zwei Stunden ließ er von dem Mädchen ab, brachte sie zur 500 Meter entfernten Unterführung zurück und ließ sie an einem nahe gelegenen Spielplatz frei. Mit erheblichen Kopfverletzungen schleppte sich das Mädchen zu seinen Eltern. Noch im Krankenhaus befragten die Ermittler das Kind, das inzwischen wieder zuhause ist.

dpa

Auch interessant

Kommentare