Zwei Menschen erschossen

Ansbacher Amokschütze im Mystik-Wahn?

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Vor diesem Haus wurde eine 82-Jährige getötet.

Ansbach - Zwei Menschen hat am Freitag vor einer Woche der frühere Pfleger Bernd G. (47) erschossen – doch kann es sein, dass er gar nicht weiß, was er getan hat?

Sein Pflichtverteidiger Benjamin Schmitt konnte den Täter in der Forensik des Bezirkskrankenhauses Ansbach besuchen. Schmitt hatte gegenüber dem BR den Eindruck, „dass hier ein wahnhaftes Erleben der Außenwelt stattfindet“. Deswegen sei es schwierig zu sagen, ob sein Mandant das Geschehene real wahrnehme und verstehe. Außerdem berichtete Schmitt: „Seine Gedankenwelt scheint von paranormalen, esoterischen, mystischen Elementen geprägt“.

Sicher ist, dass Bernd G. in seiner Ansbacher Wohnung zurückgezogen lebte. Bei Nachbarn hinterließ er den Eindruck des netten Menschen von nebenan. Was aber die Kripo Seltsames in den Räumen fand, darauf gibt es keine plausible Erklärung. G. hatte überall Asche verstreut, Beamten habe er dazu angedeutet, „dass dies gegen Dämonen hilft“. Seit Ende April war er zudem Mitglied der Keltisch-Druidischen Glaubensgemeinschaft. Diese Religion gilt aber als völlig unverdächtig. Sie macht sich u.a. für liebevollen Umgang stark.

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