Ararat-Drama: Gottesdienst spendet Angehörigen Trost

Abensberg - Bis auf den letzten Platz war die Klosterkirche in Abensberg gefüllt, als Dekan Hans-Josef Bösl Montagabend zum Fürbitt-Gottesdienst für die drei am Bibel-Berg Ararat entführten Bayern bat.

Vor allem die Angehörigen des DAV-Organisationsleiters Helmut Hainzlmeier suchten Trost in den Worten des Geistlichen. Feuerwehr und Kripo hatten zuvor den Karmeliterplatz abgesperrt, um die wartenden Kamerateams fernzuhalten.

Bösl erinnerte in seiner Predigt daran, dass Noah nach der Sintflut am Berg Ararat den Regenbogen erblickt habe. „Auch den Entführten ist die Erfüllung dieser Hoffnung zu wünschen“, sagte Bösl. Er beschrieb die Doppeldeutigkeit des Namens Ararat im Griechischen, der für den Kampf zwischen Gut und Böse stehe: „Ararat heißt Verfluchung und heiliger Boden zugleich.“ Die einzige Verbindung zum Elend der Gefangenen sei derzeit das Gebet. Bösl will fortan in jedem Gottesdienst für Hainzlmeier und seine entführten Kameraden Martin S. aus Ingolstadt und Lars R. aus Laufen beten – bis die PKK sie wieder freilassen.

Gegenüber Journalisten machte Dekan Bösl im Anschluss an die Messe deutlich, dass er den Angehörigen der Geiseln auch seelsorgerisch beisteht. „Jede Solidarität gibt Auftrieb“, sagte Bösl. Aber der Geistliche fügte hinzu: „Man empfindet aber Ohnmacht, wenn man helfen möchte und nicht kann.“ Jeder Abensberger sei betroffen über das Geschehen in der Türkei – schließlich kenne in dem Ort jeder jeden.

Quelle: tz

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