Streit auf Einödhof

Mann (32) stirbt nach Armbrust-Attacke

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In Forst hat sich laut Polizei am Sonntag eine Gewalttat ereignet.

Weilheim - Tödliches Drama in Forst (Kreis Weilheim-Schongau): Ein Mann (31) hat einen 32-jährigen Augsburger nach einem Streit auf einem abgelegenen Bauernhof mit einer Armbrust erschossen.

Es ist trüb über dem Einödhof zwischen Weilheim und Schongau, ein kalter und unwirtlicher Wintertag hier draußen bei Wessobrunn. Die Bewohner haben am Samstagabend zusammen mit rund 30 Leuten eine Geburtstagsparty gefeiert; jetzt, am Sonntagnachmittag gegen 14 Uhr, haben sie zumindest noch einen Gast: einen 32-jährigen Mann vermutlich aus dem Augsburger Raum. Das letzte, was der in seinem Leben hört, ist ein zischendes Geräusch. Da ist es für ihn allerdings schon zu spät: In die Brust getroffen vom Bolzen einer Armbrust, fällt er im Hof des Anwesens sterbend zu Boden.

Eine junge Frau - bis zum späten Abend bleibt unklar, ob sie zu dem Besucher gehört oder auf dem Einödhof wohnt - beobachtet dies und verständigt völlig aufgelöst die Rettung. Da ist es kurz vor 14.30 Uhr. Ein herbeigeeilter Notarzt leitet zwar noch Wiederbelebungsversuche ein, doch kommt jede Hilfe für den Besucher zu spät - er erliegt noch auf dem Gelände des ehemaligen Bauernhofs seinen schweren Verletzungen.

Armbrust-Attacke in Forst: Bilder vom Tatort

Polizei und Rettungskräfte sind am Sonntag wegen einer Armbrust-Attacke in Forst (Kreis Weilheim-Schongau) im Einsatz. © Peter Preller
Polizei und Rettungskräfte sind am Sonntag wegen einer Armbrust-Attacke in Forst (Kreis Weilheim-Schongau) im Einsatz. © Peter Preller
Polizei und Rettungskräfte sind am Sonntag wegen einer Armbrust-Attacke in Forst (Kreis Weilheim-Schongau) im Einsatz. © Peter Preller
Polizei und Rettungskräfte sind am Sonntag wegen einer Armbrust-Attacke in Forst (Kreis Weilheim-Schongau) im Einsatz. © Peter Preller
Polizei und Rettungskräfte sind am Sonntag wegen einer Armbrust-Attacke in Forst (Kreis Weilheim-Schongau) im Einsatz. © Peter Preller
Polizei und Rettungskräfte sind am Sonntag wegen einer Armbrust-Attacke in Forst (Kreis Weilheim-Schongau) im Einsatz. © Peter Preller

Einsatzkräfte der Polizei aus Weilheim und weiterer Dienststellen haben derweil das Areal rund um den Hof weiträumig abgesperrt und sind in die Gebäude eingedrungen. Sie machen einen Bewohner als mutmaßlichen Schützen aus und nehmen ihn fest. Der 31-Jährige leistet dabei keinerlei Widerstand und hat nach Informationen der tz die Tat bereits gestanden. Beamte der Weilheimer Kriminalpolizei übernehmen noch vor Ort die Ermittlungen, die Licht ins Dunkel dieses Nachmittags bringen sollen. „Über die Hintergründe der Tat und den genauen Ablauf“, so heißt es in einer dürren Presseerklärung der Polizei am Abend, „liegen noch keine näheren Erkenntnisse vor; diese dürften sich erst im Laufe der weiteren Ermittlungen und Vernehmungen ergeben“.

Der 31-Jährige habe den 32-Jährigen aber wohl aus kurzer Distanz mit der Armbrust erschossen. Wie die tz erfuhr, hat es vor dem tödlichen Schuss einen heftigen Streit zwischen den beiden Beteiligten gegeben. Völlig unklar ist aber bis zur Stunde, worum es bei der Auseinandersetzung ging und ob der spätere Todesschütze eventuell sogar von dem Besucher bedroht worden ist. Andererseits scheint es auch möglich, dass der Besucher noch versucht hat zu fliehen, bevor ihn der Bolzen der Armbrust traf.

jam/md

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