Flüchteten sie vor der Bleibe?

Acht Asylbewerber spurlos verschwunden

Schongau - Am Donnerstag trafen zehn Männer aus Syrien an ihrer Asylbewerberunterkunft auf dem Auerberg (Landkreis Weilheim-Schongau) ein. Doch acht von ihnen sagte die Bleibe wohl nicht zu. Sie marschierten davon.

Spurlos verschwunden sind seit vergangenem Donnerstag acht syrische Asylbewerber im Landkreis Weilheim-Schongau. Die zunächst zehn jungen Männer waren mit einem Bus zu ihrer vorgesehenen Unterkunft auf den 1055 Meter hoch gelegenen Auerberg (an der Grenze zu Schwaben) transportiert worden. Dort sollten sie im ehemaligen Kreisjugendheim von Weilheim-Schongau Quartier beziehen.

Allerdings hatten die Asylbewerber Probleme mit dieser Unterkunft. Offenbar sind sie von der Herberge abgeschreckt worden, die vier Kilometer entfernt vom nächsten Ort Bernbeuren liegt. Nebenan gibt es nur den Auerberg-Panorama-Gasthof. Doch dafür wurde den Asylbewerbern ein Betretungsverbot erteilt. Nicht einmal Zigaretten dürften sie dort kaufen. Zum Urlaub machen eigne sich die Unterkunft bestens, berichteten die dort gebliebenen Asylbewerber. Doch dort oben hätten sie keinerlei Kontakt zur Bevölkerung. Wie sollten sie da die deutsche Sprache lernen?

Acht der für den Auerberg vorgesehenen Asylbewerber jedenfalls lehnten es ab, dort einzuziehen. Sie verschwanden zu Fuß. Stefan Frey, Pressesprecher der Regierung von Oberbayern, geht davon aus, dass die Männer freiwillig zurückkehren. Andernfalls wäre das ein Verstoß gegen das Aufenthaltsbestimmungsrecht.

mg

Rubriklistenbild: © picture-alliance / dpa/ Symbolbild

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