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Skurrile Sprüche

Corona-Verschwörer am Pranger: Kuriose Plakat-Aktion - „Der Osterhase ist daran schuld, dass ...“

Die Coronavirus-Krise lässt Verschwörungstheoretiker wie Attila Hildmann laut werden. Eine Plakat-Aktion macht auf die Gefährlichkeit dieser kruden Theorien aufmerksam.

  • Wilde Verschwörungstheorien kursieren während der Coronavirus-Krise.
  • Der Stadtjugendring Kaufbeuren übt starke Kritik an den Äußerungen von Corona-Verschwörern.
  • Mit einer Plakat-Aktion machen sie auf das Thema aufmerksam und ernten dafür nicht nur Lob

Kaufbeuren - In Zeiten der Coronavirus-Pandemie erhalten Verschwörungstheoretiker und Pandemie-Leugner jede Menge Aufwind. Zwei Kaufbeurer warnen vor der Gefährlichkeit der abstrusen Thesen, die Corona-Verschwörer derzeit verbreiten.

Coronavirus-Verschwörer: Attila Hildman wettert gegen Bundesregierung - Plakat-Aktion in Kaufbeuren soll sensibilisieren

Schon 66.000 Mitglieder (Stand 15. Juli 2020) haben sich in der Telegram-Gruppe von Corona-Verschwörer Attila Hildmann* versammelt. Dort verbreitet der Autor veganer Kochbücher abstruse Theorien unter seinen Anhängern. Hildmann spricht von einer „Pharma-Mafia“ und hat sich gegen die Bundesregierung verschworen. Zuletzt forderte der Berliner sogar die Todesstrafe für einen Grünen-Politiker*.

Die Kaufbeurer Till Nissle und Kilian Herbschleb vom Stadtjugendring stehen solchen Coronavirus-Verschwörungstheorien äußerst kritisch gegenüber. „Hinter Verschwörungstheorien steht häufig die Verunglimpfung einer Minderheit oder auch der Versuch, die Gesellschaft zu spalten: in Oben und Unten oder Gut und Böse“, heißt es auf der Website einer Kampagne, die die beiden ins Leben gerufen haben.

Plakat-Aktion gegen Coronavirus-Verschwörungstheorien in Kaufbeuren (Bayern)

Hinter der Kampagne steckt eine Plakat-Aktion, mit der Till Nissle und Kilian Herbschleb auf den derzeitigen Boom von Verschwörungstheorien aufmerksam machen. An verschiedenen Orten im bayrischen Kaufbeuren hängen deswegen türkisgrüne Plakate, auf denen Sätze wie „Der Osterhase ist daran schuld, dass ich kein Topmodel geworden bin!“ oder „Aus verlässlicher Quelle weiß ich, dass es am Nikolaus liegt, dass ich kein Millionär geworden bin!“ stehen.

Damit wollen sie die Betrachter einerseits zum Nachdenken über wilde Verschwörungstheorien anregen, andererseits dem Thema aber auch auf eine humorvolle Art begegnen. „Wir wollten nicht so mit dem erhobenen Zeigefinger daherkommen, sondern das auf eine spaßige Art und Weise angehen, um die Leute dann auch zu erreichen und sie nicht zu verschrecken“, sagte Till Nisse gegenüber dem Bayrischen Rundfunk.

Kaufbeuren: Feedback auf Facebook zur Plakat-Aktion gegen Coronavirus-Verschwörungstheorien

Bisher stößt die Aktion in Kaufbeuren auf recht positive Resonanz, das berichtet br.de. Kilian Herbschleb sind auch negative Kommentare ebenfalls nicht entgangen: „In denen sind wir teilweise mit der Bücherverbrennung verglichen worden und mit den Propagandamitteln von Hitler", meint er. Er und sein Kollege Till Nissle seien derzeit noch am überlegen, wie sie mit Feedback umgehen, das in solche Extreme schlägt.

Auch in München* sind Coronavirus-Verschwörer derzeit aktiv. Erst kürzlich machten sie ihre Theorien im öffentlichen Stadtbild sichtbar*, indem sie mehrere Wände im Münchner Univiertel beschmierten. Aufsehen erregte ebenfalls ein Video von einer Corona-Demo in Berlin, bei der ein Polizist einen Corona-Verschwörer mit nur einer einzigen Frage auflaufen ließ. *24hamburg.de und tz.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes

Rubriklistenbild: © Jörg Carstensen/dpa

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