Trauer nach Tierdrama im Augsburger Zoo

Trächtige Giraffen-Mama stirbt nach Sturz

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Tragisch: Die trächtige Giraffe Lada - hier ein Archivbild aus dem Jahr 2011 - ist nach einem Sturz in ihrem Stall im Augsburger Zoo gestorben.

Augsburg - Es ist ein Schock für alle Tierfreunde in und um Augsburg: Das trächtige Giraffenweibchen Lada ist in seinem Stall gestürzt – und vor der Geburt seines vierten Jungen gestorben.

Das gab gestern der Augsburger Zoo bekannt. Hunderte Menschen trauern schon im Internet um das beliebte Tier.

Und alle stellen die gleiche Frage: Was genau ist da bloß passiert? Wie der Zoo mitteilt, ist Lada in der Nacht zum Samstag unglücklich in ihrem Stall gestürzt und konnte aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen. Offenbar versagte der Kreislauf des zehnjährigen Weibchens. Tragisch: Als die Pfleger sie fanden, war es bereits zu spät für Lada und ihr ungeborenes Junges.

Per Gabelstapler wurde das tote Tier in einen 20-Tonner gehoben, um es nach München zu bringen. Laut Gutachten des Veterinärmedizinischen Instituts in München stand die Geburt kurz bevor. Die Obduktion habe ergeben, dass aufgrund der Lage des Jungtieres eine natürliche Geburt keinesfalls möglich gewesen wäre. Der Zoo hofft nun, dass die Untersuchungen am Institut Aufschluss über den genauen Hergang des Unfalls geben können. Hätte man die gefährliche Situation vielleicht früher erkennen können?

Lada war 2004 nach Augsburg gekommen. 2011 wurde Luna geboren, Ladas letztes Jungtier. Nun habe sich Giraffenweibchen Tanisha laut Zooleitung der kleinen Luna angenommen und passe auf das Waisenjunge auf.

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Der Tod von Lada ist ein schwerer Verlust für den Zoo: Die Rothschild-Giraffe gilt als eine der bedrohtesten Giraffenunterarten, die im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes gezielt gezüchtet wird. An diesem Zuchtprogramm beteiligt sich der Augsburger Zoo schon seit einigen Jahren. Laut Schätzungen gibt es nur noch knapp 2500 Tiere dieser Art in freier Wildbahn.

Fakt ist: Herz-Kreislaufprobleme sind bei den Tieren meist tödlich! Denn aufgrund der Länge des Halses muss das Herz der Giraffen besonders leistungsstark sein. Es wiegt zwölf Kilogramm und kann 60 Liter Blut pro Minute durch den Körper pumpen. Das Blut muss ja bis zum Kopf – in eine Höhe von gut fünf Metern „geschafft“ werden.

tz

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