Augsburger Polizistenmord

Fiese Killer wollten aus Gefängnis ausbrechen

+
Der kaltblütige Mord an Mathias Vieth schockierte nchct nur dessen Kollegen.

München/Augsburg - Die Brüder Raimund M. und Rudolf R. sollen in Augsburg einen Polizisten kaltblütig ermordet haben. Nächste Woche beginnt der Prozess. Jetzt kam heraus: Die Killer wollten aus dem Knast fliehen.

Es ist der 28. Oktober 2011, als im Augsburger Siebentischwald ein Mord verübt wird, der ganz Deutschland erschüttert: Bei einer Verfolgungsjagd erschießen die beiden Brüder Raimund M. (59) und Rudolf R. (57) den Polizisten Mathias Vieth eiskalt. Am kommenden Donnerstag beginnt der Prozess gegen die zwei Augsburger. Im Vorfeld werden immer mehr Details über das Gangsterpaar bekannt: So planten sie anscheinend vor Kurzem einen Ausbruch aus dem Gefängnis – Geiselnahme inklusive! Außerdem wurde bekannt, dass Raimund M. an Parkinson erkrankt ist. Die Nervenkrankheit will er nun nutzen, um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

Der Prozess wird sich über Wochen hinziehen: Mehr als 200 Zeugen werden bei Gericht auftreten. Die Angeklagten wollen zur Tat kein Wort sagen. Die Staatsanwaltschaft stützt ihre Anklage auf DNA-Spuren von Raimund am Tatort und Blutspuren von Mathias Vieth auf einer Tasche, die den beiden Brüdern gehört. Zudem wird die Kollegin des Getöteten aussagen, die Schüsse auf die Killer abgab. Sie war nach dem Mord schwer traumatisiert, arbeitet heute im Innendienst.

Brüderpaar wollte Geisel nehmen

Und die Verteidigung? Sie behauptet, dass der an Parkinson erkrankte M. aufgrund seines Zustandes gar nicht in der Lage gewesen sei, die Taten zu begehen. Er hätte kein Motorrad (mit dem waren die Mörder bei der Polizeikontrolle geflohen) lenken können, auch als Sozius habe er nicht dabei gewesen sein können. Und schießen – mit einer Kalaschnikov? Unmöglich!

Das Bild des armen, kranken Mannes – es ist gewagt. Denn Fakt ist, dass sich Raimund M. im Gefängnis alles andere als schwach zeigt: Er trainiert seit 14 Monaten jeden Tag, macht Liegestütze, hebt Wassereimer und plante – so meldet es die Augsburger Allgemeine – sogar einen Ausbruch mit seinem Bruder. Sie wollten eine Geisel nehmen. Ein Messer aus Rasierklingen hatten sie schon gebaut. Sie flogen aber auf, weil sie einem anderen Insassen von dem Vorhaben erzählten. Der petzte. Nun wurden sie getrennt – bis zum Prozessbeginn sind sie in unterschiedlichen Gefängnissen untergebracht.

tz

Auch interessant

Meistgelesen

Sirenen: Heute um 11 Uhr Probealarm in Bayern
Sirenen: Heute um 11 Uhr Probealarm in Bayern
Baulandpreise explodieren! Wer soll sich das noch leisten können? 
Baulandpreise explodieren! Wer soll sich das noch leisten können? 
Wie München und Bayern von Bahn-Verbesserungen profitieren sollen 
Wie München und Bayern von Bahn-Verbesserungen profitieren sollen 
„Es war nicht die erste Alte, die ich umgenietet habe“
„Es war nicht die erste Alte, die ich umgenietet habe“

Kommentare