Nach Gerichtsbeschluss

A3-Ausbau: Bürgerentscheid am 13. April

Würzburg - Der jahrelange Streit um den Ausbau der Autobahn 3 auf Würzburger Stadtgebiet wird nun auch Thema eines Bürgerentscheids.

Am 13. April werden die Einwohner darüber abstimmen, ob die Residenzstadt sich für den Bau eines Tunnels statt eines sogenannten Trogs einsetzen soll. Der Stadtrat ließ das entsprechende Bürgerbegehren der Initiative Würzburg-Tunnel am Donnerstag zu - die Initiative hatte die nötige Zahl von 5155 Unterschriften klar überschritten.

Die Verwaltung wies allerdings darauf hin, dass die Pläne bereits beschlossen und unanfechtbar seien. Auch bei einer Mehrheit für die Tunnel-Befürworter seien allenfalls Verhandlungen mit der Autobahndirektion Nordbayern möglich. „Der Vertrag ist rechtlich bindend“, betonte deren Präsident Reinhard Pirner.

Der Ausbau der vielbefahrenen A3 bei Würzburg auf sechs Spuren ist heftig umstritten. Die Schnellstraße soll teilweise tiefergelegt werden („Troglage“), auch der Stadtrat steht mehrheitlich hinter dieser Planung. Die Kritiker befürchten Lärm sowie steigende Belastungen für Umwelt und Gesundheit, sie wollen einen Tunnel und einen anderen Streckenverlauf durchsetzen. Dazu sind sie mehrmals vor Gericht gezogen, bislang ohne Erfolg. Es sind aber noch Klagen beim Bundesverwaltungsgericht anhängig. Vorbereitende Bauarbeiten laufen, der eigentliche Ausbau soll laut Autobahndirektion noch in diesem Jahr beginnen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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