Menschliche Schutzengel

Ausgezeichnet! Medaillen für Lebensretter

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Tahir (l.) lag monatelang im Koma. Ohne den Bruder Ertal würde er nicht mehr leben.

München - Unter dem Einsatz ihres eigenen Lebens haben mehrere Menschen im Freistaat in der Vergangenheit andere Leben gerettet. Dafür wurden sie nun ausgezeichnet.

Zwei Jahre ist es nun her, dass Ertal seinem älteren Bruder Tahir (heute 12) das Leben rettete. Die Buben hatten damals mit Freunden am Rangierbahnhof an der Münchner Großmarkthalle Verstecken gespielt, Tahir stieg auf einen Waggon und erhielt einen Stromschlag. Wäre sein jüngerer Bruder und dessen Spezl Dzahner nicht gewesen, der kleine Grieche würde nicht mehr leben: Er brannte nach dem Schlag, aber der damals erst achtjährige Ertal löschte mit seiner Jacke, und mit dem Freund holte er Hilfe. Freitag erhielt der tapfere Schüler aus der Hand von der Vizepräsidentin der Regierung von Oberbayern, Maria Els, die Christophorusmedaille.

Die Bayerische Rettungsmedaille erhielten u.a. Thomas Thiele, der im Januar 2012 seinen ganzen Mut zusammennahm, um im Amtsgericht Dachau einen um sich schießenden Angeklagten zu überwältigen. Dieser hatte davor den Staatsanwalt Tilman T. getötet. Ebenfalls die Bayerische Rettungsmedaille erhielt Peter Matthes aus Vachendorf. Unter Lebensgefahr zog er im Juli 2013 mit einem bereits Geehrten in der Weißbachschlucht einen damals 14-Jährigen und dessen Vater aus dem Wasser.

Und ihnen verdanken auch Menschen ihr Leben

Rettungsmedaille: Christopher Böhm (Grasbrunn), Martin Illibauer (München), Retzep Kournaz (Farchant), Doris Lerchl-Goldermann (Regensburg), Nikolas Steiner (Neubeuern).

Christophorusmedaille: Andreas Schütze (Buseck).

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