Was die Regierung jetzt tut

Ausländer als Pfleger: Schnellere Anerkennung

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Ausländische Altenpflegekräfte – die Regierung von Oberbayern forciert deren Anerkennung.

München - Die Pflegeheime in Oberbayern suchen händeringend nach helfenden Händen. Denn in den Häusern herrscht weiter akuter Mangel an Pflegern – und das wird sich so schnell auch nicht ändern.

Obwohl: Es gäbe eine Lösung … „Wir brauchen dringend ausländische Pflegefachkräfte, damit wir besser auf die sich auch in Oberbayern abzeichnenden Pflegeengpässe reagieren können“, sagt Maria Els, Regierungsvizepräsidentin von Oberbayern. Damit das überhaupt möglich ist, soll das Fachpersonal aus dem Ausland schneller als bisher anerkennt werden:

Die Anträge ausländischer Pflegekräfte auf Anerkennung ihrer Ausbildung hat sich nach Angaben der Regierung von Oberbayern in den vergangenen fünf Jahren fast vervierfacht: von 212 Anträgen im Jahr 2008 auf 725 im Jahr 2013. Die Folge: Die Bearbeitung dauert lang – in Einzelfällen bis zu vier Monaten und mehr.

Doch das soll sich nun ändern: Um die für Bewerber und Bearbeiter „gleichermaßen unbefriedigende Situation“ zu verbessern, setzt die Regierung in diesem Bereich mehr Personal ein – obwohl es grundsätzlich ja Vorgaben zur Personaleinsparung gibt. Es geht um zwei Vollzeitkräfte. So soll die durchschnittliche Wartezeit um zwei Monate verkürzt werden.

Viele der Antrag­ssteller kommen aus Ost- und Südeuropa. Außerdem stellen immer mehr Pflegekräfte aus Asien Anträge auf Anerkennung ihrer Pflegeausbildung. Wer im europäischen Wirtschaftsraum seine Ausbildung gemacht hat, die den hierzulande geltenden Vorgaben entspricht, wird in der Regel sofort anerkannt. Pflegekräfte aus sogenannten Drittstaaten müssen hingegen häufig Prüfungen absolvieren oder Lehrgänge an einer Berufsfachschule machen. Dabei bekommen die Pfleger Hilfestellung. Daran beteiligt sich nicht nur die Regierung, sondern auch die Heime selbst, etwa durch Sprachkurse.

Sarah Brenner

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