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Brandstifter ließ sich als Retter feiern

Die große Show des Feuerteufels

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Symbolfoto

Bad Abbach - Die Polizei hat den mutmaßlichen Serien-Brandstifter von Bad Abbach gefasst. Nun kommen immer mehr Details ans Licht - auch dass er sich als Retter feiern ließ.

Tobias K. strahlt in die Kamera. In einem Zeitungsbericht wird der 17-Jährige im Januar 2013 gelobt: Er hat bei einem Brand Menschen gerettet. Was keiner ahnt: Monate später wird Tobias K. als Feuerteufel entlarvt. Er soll für die Brandserie in Bad Abbach verantwortlich sein.

Wochenlang waren Polizei und Feuerwehr im Einsatz. 24 Brände gab es in dem kleinen Ort. Mal brannten Mülltonnen, mal Heuballen, mal eine Garage. Die freiwillige Feuerwehr war Tag und Nacht im Einsatz – und immer auf der Suche nach dem Brandstifter – dem unheimlichen Feuerteufel, der den 1200-Seelen-Ort in Angst und Schrecken versetzte. „Hier traut keiner mehr dem anderen“, sagte Feuerwehrkommandant Maximilian Kefer der tz. Und: „Wir hoffen, es ist keiner von uns.“ Am Montag wurde diese Hoffnung jäh zerstört: Die Polizei nahm den 17-jährigen Tobias K. fest. Seit seinem zwölften Lebensjahr ist er bei der freiwilligen Feuerwehr. Die Kameraden kennen ihn und sind erschüttert. Im Januar brannte es in seinem Haus, dort wohnt er mit seiner Mutter und seinen drei Brüdern. Tobias schlägt Alarm und rettet seine Familie und Nachbarn aus dem Wohnhaus. Der damals 16-Jährige wird später als Held gefeiert. Doch womöglich war der Brand eine Brandstiftung. Schlug Tobias hier schon zu? Diese Frage will jetzt die Polizei klären. Auch ist noch ungeklärt, ob der 17-Jährige für alle 24 Brände von Mai bis Juli verantwortlich ist. Tobias K. hat angeblich bereits drei Brände gestanden. Womöglich gibt es aber einen Trittbrettfahrer.

Maximilian Kefer hofft das nicht. Die Bad Abbacher Feuerwehrler sind jetzt erst mal erleichtert. „Eine Menge Druck fällt ab, jetzt muss wieder Ruhe einkehren.“ Gleichzeitig ist Kefer erschüttert, dass der Feuerteufel tatsächlich aus den eigenen Reihen kommt: „Wir sind sehr betroffen.“

tz

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