Sie ging in den Alpen wandern

Seit einem Jahr vermisst: Drama um Münchnerin - Wanderin findet sterbliche Überreste

Renate B. war nach einer Wanderung nahe Bad Reichenhall im Juli 2020 vermisst
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Renate B. war nach einer Wanderung nahe Bad Reichenhall im Juli 2020 vermisst.

Am 1. Mai entdeckt eine Wanderin bei Bad Reichenhall sterbliche Überreste eines Menschen. Nun steht fest: Es handelt sich um eine seit 2020 vermisste Frau aus München. 

München/Bad Reichenhall - Der Tag der Arbeit, ein Samstag. Eine Frau wandert trotz leichten Regens auf dem Gebirgsstock zwischen dem Thum- und Saalachsee, der von Bad Reichenhall aus leicht zu erreichen ist. Nach der Kugelbachalm, auf dem Weg zum Paul-Gruber-Haus, macht die Frau eine Entdeckung, die das ein Jahr alte Rätsel um eine vermisste Münchnerin löst. Sie findet sterbliche Überreste eines Menschen. Wie sich nun nach den entsprechenden Untersuchungen zweifellos herausstellte, handelt es sich bei der Toten um die seit Ende Juli 2020 vermisste Renate B. aus München.

Bad Reichenhall: Wanderin findet verstorbene Renate B. aus München

Die damals 53-Jährige war Ende Juli 2020 alleine zu einer Wanderung aufgebrochen und dann nie wieder gesehen worden. Die Münchnerin wollte damals für sechs Tage in den Chiemgauer Alpen bleiben, ihr Ziel an jenem Tag, der Gipfel des 1370 Meter hohen Pflasterbachhorns, gehört dabei nicht zu den bekannten Ausflugsdestinationen, sondern es gilt eher als Ziel für Wanderer, die sich mit der Natur verbunden fühlen.

Der auf weiten Strecken bewaldete Weg am Gebirgsstock des Müllnerbergs verlangt zudem Ausdauer und manchmal auch Trittsicherheit, es gibt ausgesetzte Stellen, schroffes Gelände, der Weg führt auch an Gräben vorbei. Trotz der Bedingungen erreichte Renate B. die Spitze des Pflasterbachhorns, wie ihr Eintrag ins Gipfelbuch beweist: „Eine absolute Einsamkeit.“ Wann B. diese Worte niederschrieb, blieb unklar, eine Zeitangabe fehlt. Die Polizei nahm an, dass es gegen Mittag gewesen sein dürfte.

Zwischen Thumsee, Bad Reichenhall und Schneizlreuth war die Wanderin unterwegs.

Auf dem Weg zurück ins Tal muss der 53-Jährigen dann etwas zugestoßen sein. Wie sie ums Leben kam, ließ sich nicht herausfinden. Eine Fremdbeteiligung schloss die ermittelnde Kriminalpolizei Traunstein jedenfalls aus. Seit dem Verschwinden von Renate B. (eine von fünf Wanderern 2020 in Bayern) hatte es zahlreiche Suchaktionen nach ihr gegeben. Ihr Ehemann hatte ihr am Abend des Unglückstags noch eine Whatsapp-Mitteilung geschrieben. Sie ging raus, wurde jedoch nicht gelesen. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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