Was hinter der Isar-Botschaft steckt

Das Rätsel um die Flaschenpost ist gelöst

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Laura (7) entdeckte die Flaschenpost

Bad Tölz - Wer ist Ruben? Wer ist Werner? Und was haben die vielen Fotos zu bedeuten? Diese Fragen, die nach dem Fund einer mysteriösen Flaschenpost aufkamen, sind nun beantwortet

Diese Bilder steckten in der Flaschenpost

Es war alles so spannend und auch irgendwie geheimnisvoll: Am vergangenen Montag fand die kleine Laura (7) in der Isar bei Bad Tölz eine Flaschenpost – mit vielen alten Bildern darin. Zu sehen war immer der gleiche Mann – dazu ein schriftlicher Gruß. Von Ruben an Werner. Jeder fragte sich: Wer sind diese Männer nur? Jetzt ist das Rätsel gelöst: Die Flaschenpost war ein letzter Abschiedsgruß eines Sohnes an seinen geliebten Vater.

Die mysteriöse Botschaft – die Kollegen des Tölzer Kuriers fanden gestern heraus: Beim Absender der Flaschenpost handelt es sich um den 42-jährigen Ruben Mahrla aus Puchheim. Mit seiner gläsernen Botschaft wollte er von seinem im März verstorbenen Vater Werner Abschied nehmen. Die Flasche ist also noch gar nicht so alt, schwamm erst seit kurzem in der Isar. „Die Idee kam mir ganz spontan bei einem Ausflug auf den Blomberg“ berichtet Ruben dem Tölzer Kurier. „Als Kind war ich oft hier mit meinem Vater im Alpamare und beim Sommerrodeln“ sagt Mahrla. Schöne Erinnerungen an schöne Zeiten.

Eigentlich hatte Ruben gehofft, dass seine persönliche Flasche mit den vielen Erinnerungsfotos bis ins Meer treiben würde. Tatsächlich kam sie nur ein paar Meter weit und wurde von der kleinen Laura (7) im seichten Wasser entdeckt. Aber Ruben Mahrla ist darüber keineswegs traurig oder gar sauer. „Es freut mich, dass ich für ein Abenteuer gesorgt habe“. Sein Vater Werner, ein früherer Computermanager, verstarb am 15. März im Alter von 68 Jahren an Krebs. „Als wir in Asien gelebt haben ,haben wir oft zusammen eine Flaschenpost in den Pazifik geworfen. Da dürfte also noch einiges von uns beiden herumschwimmen.“ Vielleicht wird ja auch eine von diesen Flaschen-Botschaften irgendwann von einem kleinen Mädchen mit dunklen Haaren und leuchtenden Augen entdeckt …

js

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