Urteil

Auf Gleis gepinkelt: Sozialarbeit für 20-Jährigen

Schwabach - Urteil gegen leichtsinnigen Wildpiesler: Wegen Pinkelns auf einem Bahngleis hat das Amtsgericht Schwabach einen 20-Jährigen nun zu 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

Der S-Bahn-Zug hatte gerade noch rechtzeitig stoppen können - trotzdem wird einem Studenten sein lebensgefährlicher Leichtsinn lange in Erinnerung bleiben. Wegen Pinkelns auf einem Bahngleis ist ein 20-Jähriger zu 80 Stunden Sozialarbeit verurteilt worden. Der junge Mann habe auf dem Weg zu einer Nürnberger Diskothek plötzlich ein dringendes Bedürfnis verspürt und sei zum Pinkeln in der S-Bahn-Station Nürnberg-Steinbühl auf ein Bahngleis gesprungen, berichtete Amtsrichter Reinhard Hader am Mittwoch. Das Urteil selbst war bereits am Dienstag gesprochen worden.

Als der betrunkene 20-Jährige den Zug bemerkt, habe er noch mit den Armen gefuchtelt, bevor er sich auf den Bahnsteig rettete. Dabei habe er Glück gehabt, dass er von dem herannahenden S-Bahn-Zug nicht überrollt worden sei, berichtete der Amtsrichter. Denn der Lokführer habe vorher das Tempo des Zuges aus anderen Gründen verringert und nur deshalb sofort eine Vollbremsung auslösen können. „Der Lokführer hat mir versichert, dass er seinen Zug bei dem sonst üblichen Tempo 80 nicht mehr hätte rechtzeitig stoppen können“, sagte Hader.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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