"Ehe ist Gabe Gottes"

Bambergs Erzbischof gegen unverheiratete Paare

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Bambergs Erzbischof Ludwig Schick.

Zuckmantel/Bamberg - Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat sich in einer Predigt vehement gegen jegliche Partnerschaften ohne Trauschein ausgesprochen.

Keine andere Lebensform dürfe der Ehe weder in der öffentlichen Meinung noch im Recht gleichgestellt werden, sagte Schick am Samstag bei der Wallfahrt der Nationen im tschechischen Zuckmantel (Zlaté Hory). „Wir müssen alles tun, damit die Ehe ihren Stellenwert bei unseren jungen Menschen wiedergewinnt.“ Schick hält dafür den Religionsunterricht ebenso geeignet wie die Vorbereitung auf die Firmung und Jugendgruppen. Dazu sollten sich auch Christen stärker in die Politik einbringen.

Schick, der an diesem Montag 65 Jahre alt wird, beklagte zugleich die hohe Zahl an Singles. 375.000 Eheschließungen jährlich stünden rund 19 Millionen junge Menschen im heiratsfähigen Alter zwischen 20 und 39 Jahren gegenüber. In Deutschland werde jede zweite Ehe nach wenigen Jahren wieder geschieden. „Diese Zahlen müssen uns erschrecken, aber nicht wie das Kaninchen vor der Schlange, das darauf wartet, gefressen zu werden“, sagte Schick bei der Drei-Länder-Wallfahrt zum Motto „Die Liebe - Kraft der Familie“. Kirche müsse den jungen Menschen die Ehe und Familie als „gute Gabe Gottes für den einzelnen Menschen, für Gesellschaft und Kirche neu verständlich machen“.

dpa

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