Einjähriger Stillstand vorbei

Bambusrad auf Weltreise: Nächstes Ziel Indien

Würzburg - Es rollt wieder: Die Reise des Bambusrads, das zwei Würzburger Studenten 2012 gebaut haben, geht weiter. Der Grund für die Pause ist trauriger Natur.

Mehr als 6000 Kilometer ist das Würzburger Bambusrad bereits durch die Welt gerollt. 31 Personen haben das Rad mit dem Rahmen aus Bambusholz erst durch Deutschland und später über Polen, Ungarn, Bulgarien und die Türkei bis in den Iran gefahren.

Im Sommer 2012 hatten es die Studenten Sabine Metzger und Matthias Kalla das Rad zunächst gebaut und schließlich auf die große Reise geschickt. Zuletzt war es jedoch ruhig um das Projekt „GlobalBikeTrotting“geworden, mit dem Geld für ein Trinkwasser-Projekt eingefahren werden soll. In den nächsten Wochen jedoch soll das Rad wieder an Fahrt aufnehmen.

Trauerfall ist Grund für Pause

Der Grund für den fast einjährigen Stillstand ist traurig: Ein Fahrer, der das Rad in den Südosten Irans gefahren hatte, war unerwartet an einem Herzinfarkt gestorben. Nun will ein in Deutschland lebender Iraner die Weltumrundung des Rades wieder in Schwung bringen. „Er will dafür sorgen, dass das Rad in Indien ankommen kann. Entweder wird es über Turkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan gefahren oder es wird verschickt“, sagte Kalla der Deutschen Presse-Agentur.

Das Rad hat auf den vielen tausend Kilometern schon einiges erlebt. Es ist durch die Wärme gefahren worden und wurde über mehr als 2150 Meter hohe Berge geradelt. Die mit rund 600 Kilometern bislang längste Strecke von Budapest bis ins rumänische Sibiu hat eine 21-Jährige aus Ungarn hinter sich gebracht.

Die Idee zu dem außergewöhnlichen Weltumrundungsprojekt wurde bei einem Glas Wein geboren. Schon wenige Monate später schickten Kalla und Metzger das von ihnen aus Bambus hergestellte Rad auf die Reise. Mit dem robusten Baumaterial aus einem schnell nachwachsenden Rohstoff wollten sie auch symbolisch auf die Rohstoffwende aufmerksam machen.

Bisher über 3000 Euro gesammelt

Das Ziel für die beiden Studenten, die mittlerweile in Dresden und Regensburg leben, bleibt weiterhin die Weltumrundung und das Sammeln von Spenden. „Es ist kein Problem, wenn das Rad still steht. Das war uns auch im Vorfeld klar, dass es auch mal irgendwo ein bisschen hängen bleiben wird.“ Bislang haben die Fahrer und die Organisatoren mehr als 3300 Euro gesammelt. „Wir sind guter Dinge. Oberste Prämisse soll ja auch sein, dass es Spaß macht. Nur dann kann man auch authentisch um Spenden werben.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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