Fund in Hof

Arbeiter graben Reste von Kriegsflugzeug aus

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Bauarbeiter haben in Hof Wrackteile eines Militärflugzeuges aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Hof - Fast 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges stoßen Arbeiter bei Hof auf ein Flugzeugwrack. Zeitzeugen berichten, die Maschine habe sich damals senkrecht in den Boden gebohrt.

Überreste eines Militärflugzeugs aus dem Zweiten Weltkrieg haben Bauarbeiter in Oberfranken entdeckt. Nach Angaben der Polizei vom Freitag handelt es sich vermutlich um die Relikte eines Flugzeugs der deutschen Wehrmacht, das gegen Ende des Krieges abstürzte. Der genaue Typ konnte noch nicht festgestellt werden.

Die Beamten fanden nahe Hof unter anderem Propeller und Motor sowie vier Maschinengewehre. Das Sprengkommando Nürnberg stellte die Waffen sicher, die Polizei beschlagnahmte die Überreste. Nun wird geprüft, an wen sie übergeben werden.

Bei Planierarbeiten an einer Staatsstraße war ein Baggerfahrer am Donnerstag auf einen länglichen Metallgegenstand gestoßen. Weil er vermutete, dass es sich um einen verrosteten Propeller handelt, rief er die Polizei. Experten suchten dann gemeinsam mit der Baufirma die Umgebung ab und fanden immer mehr Wrackteile.

Kühler, Motor, Propeller und Reifen gefunden

Neben zwei Kühlern, einem 12-Zylinder V-Motor und einem Propeller kamen Fahrwerkaufhängungen und Reifen zum Vorschein. Die Teile lagen bis zu vier Meter tief in der Erde. Außerdem wurde die Bordbewaffnung gefunden: vier 20 Millimeter Maschinengewehre und die bereits stark verrostete Munition.

Durch die Arbeiten aufmerksam gewordene Anwohner, die in der Nähe wohnen, kamen danach an die Unfallstelle. Einige darunter seien Zeitzeugen gewesen, die berichteten, dass zum Ende des Zweiten Weltkrieges unmittelbar vor dem Hofer Ortsteil Jägersruh ein Flugzeug abgestürzt sei. Ein Zeitzeuge sagte, dass das Flugzeug sich senkrecht in den Boden gebohrt habe. Der Pilot habe sich damals mit dem Fallschirm retten können und sei in der Nähe gelandet.

Da man zum Ende des Krieges kaum Maschinen gehabt habe, um das Flugzeug zu bergen, sei das Wrack in der Mitte auseinander geschnitten und das Heck geborgen worden. Den vorderen Teil habe man im Acker vergraben gelassen.

dpa

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