Obduktion in den nächsten Tagen

Bauer stürzt in Silo - und erstickt

Großweil - Bei einem tragischen Unfall ist ein 55-jähriger Landwirt aus Großweil gestorben. Er stürzte in ein Silo und erstickte. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch völlig unklar. 

Er stürzte laut Polizeiangaben am Mittwoch im Zeitraum zwischen 15 und 23 Uhr in ein Tiefsilo, das sich auf seinem Hof im Großweiler Ortsteil Zell befindet, und erstickte vermutlich. Wie es genau zu dem Unglück kam, ist unklar. Der Mann könnte gestolpert, ausgerutscht oder aufgrund eines krankheitsbedingten Schwächeanfalls den Halt verloren haben.

Es sind nicht viele Informationen, die bislang die Beamten ermittelt haben. Den Fall hat die Kripo in Weilheim übernommen. Das ist immer dann der Fall, wenn jemand aus ungeklärter Ursache ums Leben gekommen ist. „Es gibt keine Hinweise auf ein Fremdverschulden“, erklärt Stefan Sonntag, Pressesprecher des zuständigen Polizeipräsidiums in Rosenheim. Eine Obduktion soll Aufschluss über die genaue Todesursache geben.

Es wäre nicht das erste Mal, das ein Mensch aufgrund der gefährlichen Gärgase sein Leben verliert, die sich in einem Futtermittel-Silo bilden und zu einem Sauerstoffmangel führen. Im Oktober des vergangenen Jahres erlag ein 49-jähriger Landwirt aus Schöffau in der Murnauer Unfallklinik den schweren Vergiftungen, nachdem er ebenfalls in ein Tiefsilo gefallen war (wir berichteten).

Dem Vernehmen nach war der Speicher in Zell gut mit Silage gefüllt und mit einer Plane abgedeckt. Nachdem der 55-jährige Mann in der Nacht von einem Beschäftigten des Betriebes gefunden worden war, waren Rettungskräfte sofort zur Stelle. Doch es kam jede Hilfe zu spät. 

as  

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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