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Sechs Wochen lang Stillstand zwischen Neufahrn und Feldmoching

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Die Bahn will an ihrem Bauvorhaben festhalten und in den Sommerferien die S1-Strecke zwischen Neufahrn und Feldmoching sechs Wochen lang komplett sperren.

Freising – Man müsse Synergieeffekte nutzen, hieß es bei einem Pressetermin der Bahn am Montag im Landkreis Freising. Die Alternative sei gewesen, die Bauarbeiten ein halbes Jahr lang stückweise zu absolvieren und die S-Bahnen im Ein-Stunden-Takt fahren zu lassen. Betroffen von der Sperrung sind rund 50.000 Fahrgäste täglich. Sie werden sich zum Teil Schleichwege suchen, zum Teil die Empfehlungen der Bahn zum Ersatzverkehr beherzigen – sofern diese Verbindungen auch klappen.

62 Millionen Euro wird es kosten, die 37 Kilometer lange Strecke zwischen dem 28. Juli und 10. September zu erneuern. So werden Schienen neu verlegt und die Bahnhöfe in Unterschleißheim und Lohhof barrierefrei ausgebaut. Außerdem soll die Neufahrner Kurve an die Strecke angeschlossen werden. Ende Mai werden auf der neuen Bahnbrücke die Gleise verlegt. Auf ihr werden ab Dezember Regionalzüge aus Regensburg und Landshut direkt in den Flughafen-Bahnhof einfahren.

Bahn verteidigt ihr Konzept

Gegen Kritik verteidigte die Bahn ihr Fahrplan-Ersatzkonzept. Zum einen gibt es die Möglichkeit, mit dem Shuttlebus vom Freisinger Bahnhof zum Flughafen zu fahren und von dort aus weiter mit der S-Bahn nach München. Außerdem fährt auch eine S-Bahn über Neufahrn zum Airport. Auch einen Bus gibt es, der die Baustelle überbrückt. Allerdings steuert er jeden Bahnhof an und benötigt von Freising bis Feldmoching rund 70 Minuten. Er sei wirklich nur für diejenigen zu empfehlen, die sonst an den kleinen Bahnhöfen zwischen den Baustellen-Endpunkten zusteigen, sagte DB-Sprecher Franz Lindemair.

Viele Umsteigeempfehlungen gibt die Bahn auf ihrer extra eingerichteten Webseite www.bahn.de/sommerbaustelle.

zz

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