Informationen von Edward Snowden enthüllen

Der Bayern-Atlas der NSA-Spione

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München - Nirgendwo in Europa ist und war der amerikanische Geheimdienst NSA so aktiv wie in Deutschland, schreibt der "Spiegel". Und innerhalb Deutschlands stellten die Spione ihre Abhöranlagen besonders gerne im Freistaat Bayern auf.

Aus einer „Top Secret“- Liste des Whistleblowers Edward Snowden mit insgesamt 150 aktuellen und früheren Standorten geht hervor, dass die Lauscher zu verschiedenen Zeiten gern aus dem Süden der Republik zuhörten. Gebäude gab es dank der in vielen Städten stationierten US-Streitkräfte genug. In manchen Städten sind eine Vielzahl von Einrichtungen aufgeführt. Die Listeneinträge vermerken, ab welchem Jahr technisch die Möglichkeit der „Aufklärung“ bestand, und wann sie eingestellt wurde. Mitunter fehlt letztere Jahreszahl – was die Vermutung zulässt, dass die Anlage noch aktiv ist.

Die neuen Enthüllungen zeigen auch, wie eng die deutschen Nachrichtendienste, der Bundesnachrichtendienst (BND) und das Bundesamt für Verfassungsschutz, mit der NSA zusammenarbeiten.

Seinen Hauptsitz unterhält der US-Geheimdienst in der Stuttgarter Patch-Kaserne in Vaihingen, wo auch das Hauptquartier der US-Streitkräfte in Europa angesiedelt ist. Weitere Standorte sind u. a. Wiesbaden, Berlin und Frankfurt.

Im Sicherheitsbericht, den Bundesinnenminister Thomas de Maizière am Mittwoch vorstellte, werden die NSA-Angriffe nicht erwähnt.

BW

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