Entlastung für Bayerns Regionen

Mit Internet-Ticker gegen den Freizeit-Kollaps: Bayern will Ausflügler steuern - Kritik von Grünen

Alle in eine Richtung: Zur Ausflugszeit kann es auf Autobahnen und Parkplätzen in Bayern überfüllt sein.
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Alle in eine Richtung: Zur Ausflugszeit kann es auf Autobahnen und Parkplätzen in Bayern überfüllt sein.

Viele touristische Regionen in Bayern sind überlastet. Nicht erst seit Corona werden die Orte von Andrang überrollt. Kann ein Ticker für Abhilfe sorgen?

  • Viele touristische Regionen in Bayern sind überlastet.
  • Nicht erst seit Corona werden die Orte von Andrang überrollt.
  • Eine technische Lösung soll nun für Entlastung sorgen.

München – Mit einem Internet-Ticker will Bayern Ausflügler und Touristen künftig besser steuern und damit einige Regionen gezielt entlasten. Auf der Internetseite www.ausflugs-ticker.bayern warnen Ausflugsregionen aus Oberbayern, Ostbayern, Franken und dem Allgäu vor überfüllten Parkplätzen und Staus, tickern die Wartezeiten an Sehenswürdigkeiten oder Bergbahnen und informieren über alternative Ausflugsziele. „Auf diese Weise werden jene Orte entlastet, die an manchen Tagen vom Andrang überrollt werden“, betonte Wirtschafts- und Tourismusminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Weniger bekannte Sehenswürdigkeiten würden ebenfalls profitieren.

Ausflugs-Ticker wird gut angenommen

Für Oberbayern gibt es diesen Ausflugsticker bereits seit Pfingsten – und er wird gut angenommen, wie Klaus Stöttner, der Präsident des Tourismusverbands Oberbayern München, sagt. „Es gab bereits mehr als 550 000 Zugriffe.“ Ursprünglich sei dieser Internet-Ticker nur für die Sommerferien vorgesehen gewesen. Nun ist er in die bayernweite Seite integriert und soll die Besucherströme ganzjährig und langfristig lenken.

Christian Zwanziger, der tourismuspolitische Sprecher der Landtags-Grünen, kritisiert, dass die Touristiker vor Ort die Daten in die digitalen Leitsysteme einspeisen müssen. Der Freistaat dürfe die Verantwortung nicht abschieben. Aiwanger betonte hingegen, dass der neue Ticker noch verbessert und ausgebaut werden soll. Auch eine ergänzende App sei denkbar.  (kwo - merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.)

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