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Bergsteigerin stürzt in Bayern meterweit ab - spektakuläre Heli-Rettung bei heftigem Wind folgt

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Von: Lucas Sauter-Orengo

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Bei Berchtesgaden kam es zu einer spektakulären Hubschrauber-Rettung.
Bei Berchtesgaden kam es zu einer spektakulären Hubschrauber-Rettung. © Bayerisches Rotes Kreuz

Schwerer Unfall in Bayern: Eine Frau stürzte beim Bergsteigen schwer und setzte einen Notruf ab. Was folgte, ist eine spektakuläre Helikopter-Rettung trotz erheblich erschwerter Bedingungen aufgrund von Wind.

Ramsau - Zu einer spektakulären Rettung bei Berchtesgaden kam es am Dienstag, dem 13. September. Wie das Bayerische Rote Kreuz mitteilt, ereignete sich der Einsatz gegen 12.45 Uhr. Eine 63-jährige Bergsteigerin aus der Steiermark war am Kleinkalter beim Aufstieg zum Hochkalter fünf bis acht Meter gestürzt. Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ konnten die Verletzte trotz erheblich erschwerter Bedingungen aufgrund des starken Windes retten.

Bayern: Frau stürzt in den Bergen - Spektakuläre Helikopter-Rettung bei starkem Wind folgt

Die Frau hatte sich dem Bericht nach an Kopf, Schultern und Rückgrat verletzt und schickte am späteren Mittag den Notruf. Umgehend schickte die Leitstelle Traunstein Retter und Helikopter los, wobei „Christoph 14“ direkt in 1.650 Metern Höhe an der Blaueishütte den als Bergretter ausgebildeten Hüttenwirt aufnahm und ohne Zeitverlust durch eine Zwischenlandung im Tal bei sehr anspruchsvollen Windverhältnissen weiter zur Unfallstelle in rund 2.500 Metern Höhe flog. Weiter heißt es:

Bei Berchtesgaden kam es zu einer spektakulären Hubschrauber-Rettung.
Bei Berchtesgaden kam es zu einer spektakulären Hubschrauber-Rettung. © Bayerisches Rotes Kreuz

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Nach einigen Versuchen schafften es der Pilot von „Christoph 14“ dann aber gekonnt trotz des Winds, zunächst den Bergretter per Winde in der Nähe der Verunfallten abzusetzen und in einem weiteren Anflug den Notarzt samt Luftrettungssack, da die Frau aufgrund ihres Zustands liegend ausgeflogen werden musste. Zwei vorbeikommende Bergsteiger halfen den Rettern beim Umlagern und Einpacken der Frau. Nach kurzer medizinischer Erstversorgung in exponierter Lage nahm der Heli die 63-Jährige mit dem Arzt per Winde auf und flog sie zur rund 800 Höhenmeter tiefer gelegenen Blaueishütte aus, wo sie der Mediziner weiter versorgte, während „Christoph 14“ noch den Bergretter und den unverletzten Begleiter der Verunfallten abholte, die zusammen ein Stück in den Windschatten des Bergs abgestiegen waren, um den Anflug zu erleichtern. Per Heli gings für die Steirerin anschließend direkt weiter zum Klinikum Traunstein. Sieben Ramsauer Bergretter waren bis 14.45 Uhr gefordert.

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