1. tz
  2. Bayern

Nahezu keine Grippewelle in Bayern: Zahlen trotzdem höher als im Vorjahr - Das sind die Gründe

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Helena Grillenberger

Kommentare

Frau mit Erkältung im Bett
Die Grippewelle fällt dieses Jahr wieder milder aus. © Imago

Auch dieses Jahr fällt die Grippewelle wieder mild aus. Grund dafür sind die Corona-Maßnahmen. Doch die Zahlen sind wieder höher als vergangene Saison.

Erlangen - Auch in diesem Jahr verläuft die Grippesaison wieder deutlich milder als in früheren Jahren. Grund dafür sind die Corona-Maßnahmen. So gab es nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen seit Anfang Oktober 2021 rund 670 Grippe-Fälle.

Zum Vergleich: In der vom Lockdown geprägten Saison 2020/2021 waren es im selben Zeitraum rund 70 Fälle. In der Grippesaison 2019/2020 dagegen, die nur zum Ende hin von Corona beeinflusst wurde, waren es etwa 41.600 Fälle, in der davor etwa 30.700.

Gelockerte Corona-Maßnahmen: Influenza-Zahlen steigen wieder

„In den vorangegangenen Jahren sind im Wesentlichen aufgrund der Corona-Maßnahmen kaum Influenzaerkrankungen verzeichnet worden“, erläutert ein LGL-Sprecher. Dadurch könne aber damit gerechnet werden, dass weniger Menschen eine Teilimmunität gegen Influenza erworben haben. Das und die gelockerten Infektionsschutzmaßnahmen dürften dazu beitragen haben, dass die Influenza-Infektionszahlen aktuell wieder etwas höher als in der vorangegangenen Saison ausfallen.

Auch eine Auswertung der Barmer-Krankenkasse unter ihren Versicherten kommt zu dem Ergebnis, dass eine Grippewelle in Bayern voraussichtlich erneut ausbleibt. Demnach seien vom 30. Januar bis 5. Februar im Freistaat mehr als 80 Versicherte wegen Influenza krankgemeldet gewesen. In den Jahren 2018 bis 2020 habe deren Zahl in der fünften Kalenderwoche aber zwischen rund 800 und etwas mehr als 1000 gelegen, teilte die Krankenkasse am Mittwoch in München mit.

Grippewelle: Von November bis März

Normalerweise startet die Grippewelle im November und erreicht ihren Höhepunkt im Februar und März, bevor sie wieder stark abflaut. Da die Bevölkerung im zweiten Jahr in Folge weniger mit dem Influenzavirus in Kontakt gerate und das Immunsystem weniger gut trainiert sei, sei die Grippeschutzimpfung im kommenden Herbst umso wichtiger, betonte die Barmer. (hgr mit dpa/lby)

Übrigens: Unser Bayern-Newsletter informiert Sie über alle wichtigen Geschichten aus dem Freistaat. Melden Sie sich hier an.

Die aktuellen Corona-Regeln für Bayern finden Sie in unserer Übersicht.

Auch interessant

Kommentare