„Sterbetafel“ veröffentlicht

Bayern leben lang trotz ungesunder Ernährung

München - Die Bayern leben vergleichsweise lang, aber keineswegs übermäßig gesund. Die Lebenserwartung ist höher als im Bundesdurchschnitt.

Bayerische Männer werden nach der im April veröffentlichten „Sterbetafel“ im Schnitt 78,3 Jahre alt, Frauen 83,1 Jahre. Damit ist die Lebenserwartung inzwischen fast doppelt so hoch wie Ende des 19. Jahrhunderts.

Verbreitete „Risikofaktoren“ sind Übergewicht, Alkohol und Tabak. Geschätzt 17 000 Raucher im Jahr sterben in Bayern vorzeitig, weitere 10 000 trinken sich zu Tode. Viele Menschen essen zu viel und zu ungesund. Die drei häufigsten Todesursachen im Freistaat sind Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebs und Atemwegserkrankungen. In Nord- und Ostbayern ist die Lebenserwartung etwas niedriger als in Oberbayern und Schwaben, zeigen die Daten des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Neben den regionalen Unterschieden spielt auch die Bildung - und dementsprechend vermutlich die Höhe des Einkommens - eine wichtige Rolle. Bayern mit hoher Bildung fühlten sich 2012 zu 86,1 Prozent sehr gesund, in der „unteren Bildungsgruppe“ waren es nur 61,4 Prozent, wie aus dem „Gesundheitsreport Bayern“ hervorgeht. Dabei handelt es sich mutmaßlich nicht nur um ein subjektives Gefühl: Ein knappes Viertel der „unteren Bildungsgruppe“ war im Jahr 2012 stark übergewichtig, aber nur 11 Prozent der gebildeten Schicht.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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