Hochwasser in Bayern

„Da geht einem die Hutschnur durch!“ - Feuerwehr stinksauer auf lebensmüdem Surfer

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Dieses Foto eines Surfers postete die Feuerwehr in Bruckmühl.

Unwetter in Bayern: Nach Dauerregen gibt es stellenweise Hochwasser. Derweil sorgen Videos und Fotos für Aufsehen. Mehrere Menschen bekamen sich beim Hochwasser in Gefahr. Der News-Ticker.

  • Der Deutsche Wetterdienst hat am Dienstag mit der höchsten Warnstufe vor extrem ergiebigem Dauerregen gewarnt.
  • Für mehrere Tage hat es stellenweise heftig geregnet.
  • Tief „Axel“ sorgte dafür, dass stellenweise bis zu neun Liter Regen pro Stunde gefallen sind.
  • Die Pegel der Flüsse stiegen an, es gibt Hochwasser.

+++ Aktualisieren +++

Update vom 25. Mai 2019: Viele Flüsse haben nach den ergiebigen Regenfällen der vergangenen Tage noch immer Hochwasser. So führt auch die Isar in München derzeit deutlich mehr Wasser. Am Wehr in Oberföhring hat sich nun ein unglaubliches Tier-Drama abgespielt, wie tz.de berichtet. In anderen Orten herrscht sogar Hochwassergefahr.

Wetter in Bayern: Besonderes Phänomen beobachtet

11.37 Uhr: Eine nicht ganz alltägliche Beobachtung machten Kräfte der Feuerwehr Himmelkron, als sie gerade auf dem Rückweg von einem Einsatz waren: Sie entdeckten einen Tornado, berichtet Merkur.de.

Hochwasser in Bayern: Feuerwehr findet deutliche Worte zu Surfer - und hat kuriose Bitte

10.06 Uhr: Es ist ein Foto, das schon fast fassungslos macht - und das schon wieder. Immer wieder machen Aufnahmen in den sozialen Netzwerken die Runde, die Menschen inmitten reißender Flüsse zeigen, deren Pegel durch den Dauerregen der vergangenen Tage stark angestiegen sind. 

Nach dem Video einer lebensgefährlichen Bootsfahrt auf der Isar (siehe Update von 14.07 Uhr), veröffentlichte nun die Freiwillige Feuerwehr Bruckmühl im Landkreis Rosenheim ein Bild, das mit einem bösen Smiley und dem Wort „stinksauer“ versehen ist. Zu sehen ist eine Person in Neoprenanzug, die auf der Mangfall surft. „Da geht einem die Hutschnur durch“, heißt es im Posting, über dem der Aufruf zum Teilen sowie „Lebensgefahr“ geschrieben steht. Der Surfer riskiere somit nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das der Rettungskräfte. Eine kuriose Bitte haben die Verfasser des Posts am Ende auch noch: Falls jemand den „armen Tropf kennt - dann nimm ihm bitte das Board weg und schenke ihm Hirn!“.

Hochwasser in Bayern: Flusspegel weiterhin erhöht - doch Entspannung in Sicht

Update vom 23. Mai 2019, 6.17 Uhr: Der Dauerregen der vergangenen Tage macht sich noch immer bei erhöhten Flusspegeln bemerkbar. So können Flüsse und Bäche zu reißenden Gewässern werden. Am Mittwochabend gab es unter anderem deswegen einen Großeinsatz an der Isar: Retter suchen das Wasser nach einer vermissten Person ab, berichtet Merkur.de.

Wie der DWD berichtet, klingt der Regen nun auch an den Alpen endgültig ab. Die Temperaturen steigen langsam wieder an. Damit entspannt sich auch die Hochwassergefahr in Bayern. Wie der Hochwassernachrichtendienst Bayern berichtet, fallen so zum Beispiel die Wasserstände an der Isar bis München wieder. Ein Rückgang im Bereich der Loisach wird erwartet. An der Donau steigen die Pegel unterhalb von Ingolstadt, bis einschließlich Passau ist streckenweise mit Überschwemmungen der Stufen 1 bis 3 zu rechnen. Der Pegel in Kelheim steigt noch leicht über die Meldestufe 3. 

Wetter und Hochwasser in Bayern: Das waren die Meldungen von Mittwoch, 22. Mai

15.21 Uhr: Um 5 Uhr erreichte das Hochwasser-Ticker Kreis Freising: Grundwasser gefährdet Keller: einen Pegel von exakt drei Metern. Seitdem gehen die Fluten zurück, berichtet Karoline Schatz, Abteilungsleiterin für Öffentliche Sicherheit und Ordnung am Landratsamt Freising. „Die Situation an den Flüssen entspannt sich.“

„Zornesröte im Gesicht“: Feuerwehr zeigt schockierendes Video von der Isar

14.07 Uhr: Die Freiwillige Feuerwehr Pullach hat eine Warnung herausgegeben. In einem Facebook-Video posten die Einsatzkräfte Aufnahmen von Kanu-Fahrern, die auf der überschwemmten Isar unterwegs sind. Dieses Treiben bezeichnet die Feuerwehr als „puren Leichtsinn“, der den Einsatzkräften die „Zornesröte ins Gesicht“ treibe. Das verantwortungslose Verhalten sei nicht nur eine Gefahr für die Bootsfahrer selbst, sondern auch für die Retter, die die möglicherweise Gekenterten hinterher aus dem Wasser ziehen müssten. Die Freiwillige Feuerwehr bittet daher zum Schutze aller, solche Leichtsinnigkeiten zu unterlassen.

Hier können Sie die lebensgefährliche Bootsfahrt in der Isar im Video sehen: 

Nach Unwetter in Bayern: Sperrungen bei Bahn aufgehoben

12.26 Uhr:

Die Deutsche Bahn hat in Bayern alle Sperrungen aufgehoben, die wegen der Unwetter der vergangenen Tage nötig waren. Bis Mittwochnachmittag könne es noch Verspätungen und einzelne Zugausfälle geben, sagte ein Sprecher in München. Dann sollten alle Züge wieder nach Plan fahren. Privatbahnen könnten auch alle Strecken der Deutschen Bahn wieder nutzen.

Starke Regenfälle hatten etwa zwischen Dinkelscherben (Landkreis Augsburg) und Freihalden (Landkreis Günzburg) ein Gleis unterspült, ebenso zwischen Immenstadt und Oberstdorf im Allgäu. Auf den Strecken zwischen Murnau und Garmisch-Partenkirchen sowie zwischen Erding und Markt Schwaben fuhren wegen der Unwetterschäden zeitweise ebenfalls keine Züge.

Unwetter in Bayern: Jetzt verlagert sich Hochwassergefahr in den Norden Bayerns

10.40 Uhr: Tief Axel wird schwächer und damit auch der bereits seit Tagen anhaltende Dauerregen. Doch damit ist die Hochwassergefahr nach wie vor nicht gebannt. Während sich die Hochwassergefahr im südlichen Oberbayern zu entspannen scheint, verlagert sich diese nun in Richtung Norden. 

Wie der Hochwassernachrichtendienst Bayern meldet, sind im Einzugsgebiet der Isar an der oberen Isar sowie an der oberen Loisach die Abflusscheitel erreicht, die Pegel „zeigen überwiegend fallende Wasserstände“. Die Pegel München und Freising liegen derzeit bei Meldestufe 2. 

Während sich die Lage im Süden zu entspannend scheint, steigen allerdings die Pegel im nördlichen Bayern. Unterhalb von Neuburg an der Donau steigen die Wasserstände. Bis einschließlich Passau ist an weiteren Abschnitten mit Überschwemmungen der Meldestufe 1 bis 3 zu rechnen. In Neuburg wurde Meldestufe 3 erreicht, dort seien aber keine „großen Anstiege mehr zu erwarten“. In Ingolstadt ist Stufe 1 erreich, „Meldestufe 3 wird dort nicht mehr erreicht werden“. Anders die Situation in Kelheim: Dort wurde Meldestufe 3 erreicht, die Wasserstände steigen weiter an. Mit einem Erreichen der Meldestufe 4 sei aber nicht mehr zu rechnen.

Hochwassgefahr in Bayern: Amtliche Unwetterwarnungen aufgehoben

10.14 Uhr: Die amtlichen Warnungen für die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land wurden aufgehoben.

9 Uhr: Entwarnung im Freistaat - beim Blick auf die Karte des Deutschen Wetterdiensts zeigt sich, dass die amtlichen Warnungen vor Dauerregen im Großteil Bayerns aufgehoben wurden. Nur für eine Region gilt noch eine Warnung vor extremem Unwetter. Für die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land gilt diese weiter. Bis Mittwochmittag, 12 Uhr, ist dort weiter extrem ergiebiger Daueeregen möglich. Bisher seien Niederschlagsmengen von 30 bis 60 Liter je Quadratmeter beobachtet worden. Nun können nochmals Mengen zwischen 60 und 90 Liter je Quadartmeter möglich sein.

Ältestestes Kloster Bayerns von Hochwasser bedroht - Maßnahmen ergriffen

8.41 Uhr: Beim Kloster Weltenburg, das direkt an der Donau liegt,  sollten mobile Hochwasserschutzwände aufgebaut werden. „Ansonsten ist der Abfluss aber nicht so dramatisch, dass es zu nennenswerten Schäden kommen dürfte“, sagte Constantin Sadgorski, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Landshut und an der Donau zuständig für den Landkreis Kelheim.

Das Hochwasser bedroht auch das Kloster Weltenburg im Landkreis Kelheim.

Extrem-Wetter in Bayern: Abflauen des Regens erwartet - doch die Hochwassergefahr bleibt

Update von Dienstag 21. Mai, 06.37 Uhr: Das Wetter scheint sich am Mittwochmorgen leicht zu beruhigen. Zwar regnet es noch immer in vielen Teilen Bayern, dies jedoch in normalem Maße. Lediglich für den Süden des Landkreises Traunstein und weite Teile des Landkreises Bad Reichenhall gilt weiterhin bis 12 Uhr am Mittwoch eine Warnung vor extremen Regenfällen, berichtet der Deutsche Wetterdienst. Wirklich schön wird es am Mittwoch aber nicht. Lediglich in wenigen Teilen Frankens scheint gelegentlich die Sonne, so ein Experte des Deutschen Wetterdienstes.

Extrem-Wetter in Bayern: Folgen des Unwetters noch spürbar

Derweil muss weiterhin mit den Folgen des Unwetters der vergangenen Tage gerechnet werden. Im Bahnverkehr gab es weiterhin Einschränkungen in Bayern.

Nach heftigen Regenfällen: Hochwassergefahr in Bayern noch nicht vollständig gebannt

Auch die Hochwassergefahr ist noch nicht vollständig gebannt. Für einige Landkreise im Süden Oberbayerns und Schwabens sowie an der Donau warnten die Wasserwirtschaftsämter weiter vor Überschwemmungen bebauter Gebiete. An der Donau bei Kelheim hatten die Behörden für die Nacht zum Mittwoch sogar mit einem Anstieg auf die höchste Meldestufe gerechnet. Am frühen Morgen war die Donau an dieser Stelle allerdings noch knapp einen Meter davon entfernt.

Dauerregen und Unwetter in Bayern: Das waren die Meldungen von Dienstag, 22. Mai

20.51 Uhr: Das hätte böse enden können: Zwischen Kauerndorf und Kulmbach-Ost ging am Dienstagnachmittag ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken, Schlamm und Erde blockierten die B289. Bilder zeigen eine Schneise am Hang, Helfer versuchten, die Schlammmassen und Steinbrocken von der Straße zu befördern. Bilder dazu sehen Sie in der Fotostrecke unter dem News-Ticker-Eintrag von 20.15 Uhr.

20.19 Uhr: Wegen des Isar-Hochwassers musste die Feuerwehr im Landkreis Freising handeln. Gegen 18 Uhr wurden Spundwände aufgebaut - eine „Vorsichtmaßnahme“, wie Kreisbrandrat Manfred Danner laut merkur.de sagt. Dadurch ist die Straße zwischen Hummel und Gaden nach Auskünften der Feuerwehr über Nacht gesperrt – und auch für den Berufsverkehr am Mittwochmorgen ist zwischen Hummel und Gaden kein Durchkommen.

Unwetter in Bayern: Bach tritt über die Ufer - Ortskern unter Wasser

20.15 Uhr: Im Landkreis Lichtenfels ist der Haselbach über die Ufer getreten - was dazu führte, dass der Ortskern von Unterneuses geflutet wurde. In einigen Teilen der Ortschaft steht das Wasser einen halben Meter hoch, Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW versuchen deshalb,  Gullydeckel zu öffnen, damit die Wassermassen abfließen.

Nach Dauerregen: Ort unter Wasser – Erdrutsch blockiert Straße

Der Ort Unterneuses im Landkreis Lichtenfels steht nach dem tagelangen Dauerregen unter Wasser, nachdem der Haselbach über die Ufer getreten war.
Der Ort Unterneuses im Landkreis Lichtenfels steht nach dem tagelangen Dauerregen unter Wasser, nachdem der Haselbach über die Ufer getreten war. © NEWS5 / Merzbach
Der Ort Unterneuses im Landkreis Lichtenfels steht nach dem tagelangen Dauerregen unter Wasser, nachdem der Haselbach über die Ufer getreten war.
Der Ort Unterneuses im Landkreis Lichtenfels steht nach dem tagelangen Dauerregen unter Wasser, nachdem der Haselbach über die Ufer getreten war. © NEWS5 / Merzbach
Der Ort Unterneuses im Landkreis Lichtenfels steht nach dem tagelangen Dauerregen unter Wasser, nachdem der Haselbach über die Ufer getreten war.
Der Ort Unterneuses im Landkreis Lichtenfels steht nach dem tagelangen Dauerregen unter Wasser, nachdem der Haselbach über die Ufer getreten war. © NEWS5 / Merzbach
Der Ort Unterneuses im Landkreis Lichtenfels steht nach dem tagelangen Dauerregen unter Wasser, nachdem der Haselbach über die Ufer getreten war.
Der Ort Unterneuses im Landkreis Lichtenfels steht nach dem tagelangen Dauerregen unter Wasser, nachdem der Haselbach über die Ufer getreten war. © NEWS5 / Merzbach
Der Ort Unterneuses im Landkreis Lichtenfels steht nach dem tagelangen Dauerregen unter Wasser, nachdem der Haselbach über die Ufer getreten war.
Der Ort Unterneuses im Landkreis Lichtenfels steht nach dem tagelangen Dauerregen unter Wasser, nachdem der Haselbach über die Ufer getreten war. © NEWS5 / Merzbach
Der Ort Unterneuses im Landkreis Lichtenfels steht nach dem tagelangen Dauerregen unter Wasser, nachdem der Haselbach über die Ufer getreten war.
Der Ort Unterneuses im Landkreis Lichtenfels steht nach dem tagelangen Dauerregen unter Wasser, nachdem der Haselbach über die Ufer getreten war. © NEWS5 / Merzbach
Der Ort Unterneuses im Landkreis Lichtenfels steht nach dem tagelangen Dauerregen unter Wasser, nachdem der Haselbach über die Ufer getreten war.
Der Ort Unterneuses im Landkreis Lichtenfels steht nach dem tagelangen Dauerregen unter Wasser, nachdem der Haselbach über die Ufer getreten war. © NEWS5 / Merzbach
Ortskern steht unter Wasser
Ortskern steht unter Wasser © NEWS5 / NEWS5 / Merzbach
Der Ort Unterneuses im Landkreis Lichtenfels steht nach dem tagelangen Dauerregen unter Wasser, nachdem der Haselbach über die Ufer getreten war.
Der Ort Unterneuses im Landkreis Lichtenfels steht nach dem tagelangen Dauerregen unter Wasser, nachdem der Haselbach über die Ufer getreten war. © NEWS5 / Merzbach
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289.
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289. © NEWS5 / Merzbach
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289.
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289. © NEWS5 / Merzbach
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289.
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289. © NEWS5 / Merzbach
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289.
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289. © NEWS5 / Merzbach
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289.
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289. © NEWS5 / Merzbach
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289.
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289. © NEWS5 / Merzbach
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289.
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289. © NEWS5 / Merzbach
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289.
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289. © NEWS5 / Merzbach
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289.
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289. © NEWS5 / Merzbach
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289.
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289. © NEWS5 / Merzbach
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289.
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289. © NEWS5 / Merzbach
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289.
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289. © NEWS5 / Merzbach
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289.
Nach dem Dauerregen ging am Dienstag in Oberfranken ein Erdrutsch nieder. Felsbrocken und Schlamm blockierten die B289. © NEWS5 / Merzbach
Donau setzt Biergarten unter Wasser
Die Regenfälle der vergangenen Tage hinterlassen Spuren auch im Norden von Bayern. © NEWS5 / NEWS5 / Pieknik
Land unter auch in Regensburg
Die Regenfälle der vergangenen Tage hinterlassen Spuren auch in Regensburg Spuren. © NEWS5 / NEWS5 / Schmelzer
Land unter auch in Regensburg
Die Regenfälle der vergangenen Tage hinterlassen Spuren auch in Regensburg Spuren. © NEWS5 / NEWS5 / Schmelzer
Land unter auch in Regensburg
Die Regenfälle der vergangenen Tage hinterlassen Spuren auch in Regensburg Spuren. © NEWS5 / NEWS5 / Schmelzer

19.41 Uhr: Es gibt eine gute Nachricht: „Das Ärgste ist vorbei“, sagte ein Meteorologe vom DWD. Zwar müsse noch weiter mit Niederschlägen gerechnet werden, doch Tief „Axel“ ziehe von Mittwoch an über Polen nach Osten ab. Am Mittwoch regnet es laut DWD nur noch in der Osthälfte Deutschlands. Am Donnerstag klingen die Schauer dann auch an den Alpen ab. Dennoch bleibt es mindestens bis zum Wochenende meist unbeständig.

19 Uhr:

man könnte meinen, der himmel müsste sich mittlerweile „ausgeregnet“ haben - doch noch immer fallen niederschläge in Bayern auf die Erde. Unglaublich: Am Alpenrand fielen an manchen orten binnen zwei Tagen mehr als 180 Liter Regen pro Quadratmeter. Das entspricht in etwa dem Niederschlag eines Monats. „Die Mengen sind schon

extrem“, so Paul Brüser vom Deutschen Wetterdienst - doch vorbei ist es noch nicht: „Es kommt noch ein bisschen was dazu.“

Für die Landkreise Kelheim, Landshut, Bad Tölz-Wolfratshausen, Oberallgäu, Kempten, Günzburg, Weilheim-Schongau, Rosenheim und Garmisch-Partenkirchen gaben die Wasserwirtschaftsämter am Dienstag Warnungen vor Überschwemmungen bebauter Gebiete heraus. „Die Behörden arbeiten eng zusammen, um drohende Hochwasserlagen rechtzeitig zu erkennen“, sagte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler). Er verwies auf das Hochwasserschutz-Aktionsprogramm, im Zuge dessen in den vergangenen Jahren zahlreiche Deiche und Schutzmauern saniert sowie neu errichtet wurden. „Im Ernstfall zählt jeder Zentimeter.“

Unwetter-Warnung: Hochwassergefahr in Bayern bleibt weiter akut

15.22 Uhr: Tief Axel bringt teils heftige Regenfälle nach Bayern. „Gerade am Alpenrand und im Allgäu bleibt die Hochwasser-Gefahr auch heute und morgen weiter akut“, sagt Andreas Machalica, Meteorologe bei wetter.com. Es werden noch einmal bis zu 60 Liter je Quadratmeter erwartet. Potenziert werde das durch Schmelzwasser aus den Alpen. So verschärfe sich die Lage in der Nähe der Gebirgsflüsse drastisch.

Entspannung könnte es dann ab Donnerstag mit Hoch Ophelia geben. Tief Axel zieht in Richtung Osteuropa ab. Dann könnte es zumindest kurfristig sonnig und deutlich trockener werden. Das Wochenende könnte dann warm, wenn es auch wechselhaft werden. 

Extrem-Wetterlage in Bayern: See flutet Biergarten

14.20 Uhr: Ausnahmezustand auch im südlichen Landkreis München: Dort ist der Pegel des Deininger Weihers um 30 Zentimeter gestiegen. Der Biergarten einer Wirtschaft wurde komplett geflutet. Auf Merkur.de gibt es Fotos vom Einsatz sowie weitere Einzelheiten zu den massiven Regenfällen im Landkreis München.

Nach heftigen Regenfällen in Bayern: Pegel der Flüsse steigen an - Prognose

14 Uhr: Die Pegel von Flüssen in Bayern steigen weiter an. Einige Wasserstände in Südbayern haben bereits die Meldestufen 3 und 4 überschritten. 

Der Hochwassernachrichtendienst Bayern meldet: Der Zuflussscheitel am Sylvensteinspeicher ist erreicht, die Zuflusspegel fallen. Am Sylvensteinspeicher wird die Speicherabgabe auf 120 m³/s erhöht. An der oberen Isar steigen die Pegelstände noch leicht an, hier ist die Meldestufe 1 (“Stellenweise kleinere Ausuferungen“) erreicht und bleibt vorerst erhalten. 

An der Loisach sind im Kopfgebiet die Scheitel erreicht. In Eschenlohe steht der Scheitel kurz bevor, an den flussabwärts gelegenen Pegeln der Loisach werden weitere Anstiege bis in Meldestufe 2 (“Land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet oder leichte Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen“) erwartet. Das Erreichen der Meldestufe 3 kann an den Pegeln Beuerberg/Loisach und Kochel/Loisach nicht ausgeschlossen werden. 

Hochwasser in Bayern: Vereinzelt wurden bereits Pegel der Stufe 3 gemeldet.

An der mittleren und unteren Isar steigen die Pegel heute bis in Meldestufe 2. An der Ammer wurde Meldestufe 3 (“Einzelne bebaute Grundstücke oder Keller überflutet oder Sperrung überörtlicher Verkehrsverbindungen oder vereinzelter Einsatz der Wasser- oder Dammwehr erforderlich“) erreicht, die Pegelstände steigen weiter an, am Pegel Weilheim kann das kurzzeitige Erreichen der Meldestufe 4 (“Bebaute Gebiete in größerem Umfang überflutet oder Einsatz der Wasser- oder Dammwehr in großem Umfang erforderlich“) nicht ausgeschlossen werden.

Pegel der Isar steigt auch in München nach starken Regenfällen an

12.14 Uhr: Nach den ergiebigen Regenfällen der vergangenen Stunden ist der Isar-Pegel in München auf mehr als drei Meter angestiegen, wie tz.de* berichtet. Damit wurde die zweite von insgesamt vier Meldestufen des Hochwassernachrichtendienstes erreicht. Bis zum Dienstagabend könnte sich der Wasserstand Prognosen zufolge auf bis zu 3,50 Meter erhöhen. Die Stadt hat den Flauchersteg und erste Radwege gesperrt, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Obdachlose, die am Isar-Ufer lagern, wurden aufgefordert, den gefährdeten Bereich zu verlassen.

Der Landkreis Freising ist zwar bei Weitem nicht so stark betroffen wie die Regionen vom Alpenrand bis München. Doch die Isar in Freising hat sich bereits in einen reißenden Strom verwandelt (Merkur.de).Der Scheitelpunkt wird in der Nacht auf Mittwoch erwartet.

Mehrere Bahnstrecken in Bayern nach Hochwasser und Unwetter gesperrt

11.51 Uhr: Achtung, Pendler: Derzeit sind kommt es auf mehreren Bahnstrecken in Bayern zu Behinderungen (siehe Update 9.12 Uhr). Wer auf der Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und München unterwegs ist, sollte sich auf längere Fahrtzeiten und Verspätungen einrichten. Aktuell ist zwar nur der Streckenabschnitt zwischen Murnau und Garmisch-Partenkirchen gesperrt, doch auch der Verkehr in Richtung München ist beeinträchtigt. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. 

Folgende Bahnstrecken sind derzeit noch gesperrt:

  • Immenstadt – Kempten (Hochwasser) 
  • Immenstadt – Oberstdorf (Hochwasser) 
  • Garmisch-Partenkirchen – Murnau (Merkur.de) (Hochwasser) 
  • Erding – Markt Schwaben (Oberleitungsstörung)

Dauerregen in Bayern sorgt für steigende Pegel bei Isar und Loisach

11.42 Uhr: Der starke Regen lässt die Gewässer in Bayern ansteigen. „Wir behalten die Lage im Blick und sind vorbereitet“, fasst Stefan Kießkalt, Sprecher der Landkreisfeuerwehren die Situation in der Region Geretsried/Wolfratshausen zusammen. Probleme bereitet die Isar derzeit nicht, doch der Pegel der Loisach steigt, berichtet Merkur.de.

Unwetter in Bayern: Katwarn löst wegen starker Regenfälle aus

11 Uhr: Katwarn hat ausgelöst. Über das Warn- und Informationssystem werden aktuell Warnmeldungen bezüglich der extremen Regenfälle verschickt. Die Meldungen beziehen sich auf die aktuell geltende Unwetterwarnung des DWD. Demnach wird im südlichen Bayern vor ergiebigem Dauerregen gewarnt. 

Laut DWD ist infolge des Dauerregens Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen möglich. Zudem können Straßen überflutet werden. Auch Erdrutsche sind möglich. Zudem wird geraten, Fenster und Türen zu schließen.

Video: Hochwasser nach Unwetter - Land unter in weiten Teilen Deutschlands

Unwetter in Bayern: Vorbereitungen auf Hochwasser in der Region laufen

10.13 Uhr: Der starke Regen hört gar nicht mehr auf. Das Wasserwirtschaftsamt geht aktuell für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen von einem Hochwasser aus, wie es statistisch alle 10 bis 20 Jahre vorkommt, so Merkur.de.

Dauerregen in Bayern: Pegel der Flüsse steigen

9.58 Uhr: Feuerwehr und Polizei sind wegen des Dauerregens in weiten Bayerns im Dauereinsatz. In der Nähe von Wangen im Allgäu sind mehrere Keller vollgelaufen. Grund sei der Fluss Leiblach, der am Dienstagmorgen in Hergatz über die Ufer getreten sei. Es seien Sandsäcke an betroffene Bewohner verteilt worden. 

Bei Murnau (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) wurden Straßen gesperrt. Grund dafür war die steigende Loisach. Auch im Landkreis Weilheim-Schongau steigen die Pegelstände der Flüsse weiter an. Aktuell gilt für die Ammer in Weilheim und Peißenberg die Meldestufe 3, am Nachmittag könnten die Wasserstände die höchste Meldestufe 4 erreichen, so ein Sprecher des Hochwassernachrichtendienstes.

Hochwasser nach Dauerregen: Für die Ammer in Peißenberg gilt aktuell Meldestufe 3.

Unwetterwarnung in Bayern: Höchste Warnstufe erreicht

9.48 Uhr: Unwetterwarnung in weiten Teilen Bayerns! Es ist ein seltener Anblick: Die Karte des Deutschen Wetterdiensts ist in weiten Teilen Bayerns tiefrot eingefärbt. Der DWD warnt in diesen Gebieten vor ergiebigem Dauerregen. Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 40 und 80 Liter je Quadratmeter. Am Alpenrand rund um Garmisch-Partenkirchen und Bad Tölz wird sogar vor extrem ergiebigem Dauerregen gewarnt - möglich sind zwischen 80 und 100 Liter Niederschlag je Quadratmeter. Die amtlichen Unwetterwarnungen gelten derzeit bis Mittwoch, 6 Uhr.

„Da wird einiges vom Himmel kommen“, sagt Meteorologe Reit Schaab vom DWD. Zum Niederschlag kommt ein weiterer Faktor: „Im Januar hatten wir reichlich Schnee, der zumindest in höheren Lagen noch liegt“, sagt Schaab. Die Regenmengen und das Schmelzwasser fließen jetzt zusammen und können in einigen Gegenden zu Überschwemmungen führen, berichtet Merkur.de.

Extremer Dauerregen in Bayern: Angespannte Lage im Landkreis Weilheim-Schongau

9.23 Uhr: Im Landkreis Weilheim-Schongau ist der Krisenstab am Landratsamt zusammengekommen. Erste Bilanz: Die Lage ist angespannt, aber nicht dramatisch, die Feuerwehren haben alles im Blick, hieß es. Flüsse und Bäche seien voll, aber noch habe es trotz Meldestufe 3 an der Ammer in Peißenberg und Weilheim keine größeren Überflutungen gegeben, auch wenn in vielen Kellern schon das Wasser steht. 

Man erwarte am Nachmittag einen Rückgang des Niederschlags. Der Scheitelpunkt an der Ammer in Peißenberg werde für zehn Uhr erwartet, in Weilheim um 12 Uhr. In Polling, zuletzt stark Hochwasser-geplagt, beobachtet die Feuerwehr die Lage.

Hochwasseralarm auch im Landkreis Miesbach: Bis Mittwoch wird „extrem ergiebiger Dauerregen“ erwartet. Die Pegel von Schliersee und Tegernsee steigen. Alle Infos zur Wetterlage im Landkreis Miesbach hier im Ticker (Merkur.de*).

Video: Das besagen die Unwetter-Warnungen des Deutschen Wetterdienstes

Extreme Regenfälle und Sturzflut-Gefahr in Bayern: Das ist die Situation in Rosenheim

9.20 Uhr: Das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim hat für den Landkreis am Dienstagmorgen eine vorsichtige Entwarnung gegeben. Das Wasser der Mangfall werde sehr wahrscheinlich keine Gefahr für die Anwohner des Flusses darstellen, hieß es in einer Mitteilung. In Rosenheim werde die Vier-Metermarke wohl nicht überschritten. Beim Hochwasser 2013 stand der Pegel den Angaben nach bei 4,94 Metern.

Am Vorabend hatte das Landratsamt eine Besprechung mit verschiedenen Hilfsorganisationen veranlasst, nachdem das Wasserwirtschaftsamt noch mit einem bedrohlichen Pegelstand der Mangfall gerechnet hatte. Da die Meldestufe 2 von 4 an der Mangfall zunächst nicht erreicht wurde, waren die geplanten Deichwachen nicht notwendig. Ein kleines Einsatzteam würde aber in Bereitschaft bleiben.

Starke Regenfälle in Bayern: Mehrere Bahnstrecken gesperrt

9.12 Uhr: 

Die starken Regenfälle bereiten auch Bahnreisenden in Bayern Probleme. Auf den Strecken Augsburg-Ulm, Murnau-Garmisch-Partenkirchen und Erding-Markt Schwaben fielen Züge aus. Ersatzverkehr solle jeweils eingerichtet werden, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Dienstagmorgen. Wie lange die Sperrungen dauern, war zunächst nicht absehbar.

Bei Dinkelscherben (Landkreis Augsburg) seien Gleise überflutet. Zudem drohe ein Hangrutsch. „Das hört sich aber schlimmer an, als es ist“, sagte der Sprecher. Zunächst gehe es um eine Vorsichtsmaßnahme. „Wir müssen gucken, wie feucht die Böschung ist.“ Der Fernverkehr mit ICE und IC wurde zunächst über Donauwörth umgeleitet. Gegen 9.00 Uhr konnte ein Gleis wieder freigegeben werden, wie der Sprecher sagte. Es sei aber weiter mit Verspätungen zu rechnen.

Zwischen Markt Schwaben und Erding hänge ein großer Baum im Gleis beziehungsweise in der Oberleitung. Hier sind vor allem S-Bahn-Fahrer betroffen. Alle aktuellen Informationen zur Lage bei der S-Bahn München finden Sie in unserem Ticker (Merkur.de). Im Allgäu ist zudem ein Flutpolder der Iller bei Immenstadt und Kempten für den Bahnverkehr gesperrt worden.

8.11 Uhr: Ein 44 Jahre alter Autofahrer ist bei einem Unfall an der Autobahn 6 bei Aurach (Landkreis Ansbach) ums Leben gekommen. Der Mann sei am Montagabend mit seinem Auto auf der regennassen Fahrbahn ins Schleudern geraten, teilte die Polizei mit. Danach kam er von der Fahrbahn ab und wurde in einem angrenzenden Wald zwischen zwei Bäumen eingeklemmt. Der Mann starb noch an der Unfallstelle.

Extrem-Wetter durch Tief „Axel“: Keller vollgelaufen, Bahnstrecken gesperrt

Update, 21. Mai, 07.45 Uhr:

Heftige Regenfälle haben in Bayern für steigende Pegelstände und vereinzelte Einsätze von Polizei und Feuerwehr gesorgt. Im Alpenvorland seien dank Tief „Axel“ bis zu neun Liter Regen pro Stunde gefallen, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Bis zum Mittwochmorgen müsse dort weiter mit heftigen Regenfällen gerechnet werden.

Massive Niederschläge führen zu ersten Überschwemmungen in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen. 

Zu flächendeckenden Großeinsätzen kam es nach ersten Mitteilungen der Behörden nicht. In mehreren Gemeinden seien aber Keller vollgelaufen oder kleinere Straßen vorübergehend gesperrt gewesen, teilte die Polizei mit. Auch Einschränkungen im Verkehr blieben zunächst weitgehend aus. Im Allgäu ordneten die Behörden den Aufbau einer Hochwasserschutzwand an, daraufhin musste die Bahn zwischen Kempten und Immenstadt eine Bahnstrecke sperren. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen ist eingerichtet. Betroffen auch die Bahnlinie München - Garmisch-Partenkirchen. Dort ist der Streckenabschnitt zwischen Garmisch-Partenkirchen und Murnau derzeit nicht befahrbar. Wann die Sperrung aufgehoben werden konnte, war am Dienstagmorgen noch nicht absehbar.

Der anhaltende Regen sorgte für hohe Pegelstände in mehren Flüssen und Bächen. Unter anderem die Illach und die Ammer erreichten in der Nacht die Meldestufe 3 von 4, bei der Überflutungen einzelner bebauter Grundstücke oder vereinzelte Verkehrseinschränkungen zu erwarten sind. Örtlich hatten Meteorologen sogar die höchste von vier Warnstufen ausgerufen, diese Pegelstände wurden bis zum frühen Morgen allerdings nicht erreicht.

Massive Niederschläge führen zu ersten Überschwemmungen in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen. 

Das kann aber noch werden. Wie die Agentur News5 berichtet, hätten die massiven Niederschläge der letzten 24 Stunden auch in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen für Überflutungen gesorgt. In Bad Tölz bereitet man sich schon auf die Meldestufe 4 an der Isar vor. Hochwassersperren wurden bereits errichtet. Bislang sind lediglich Randgebiete der Isar, wie der Fußweg, ein naher Spielplatz und ein angrenzender Parkplatz überflutet.

Allgemein spitzt sich die Lage offensichtlich zu. Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen musste neben der Bahnstrecke München - Garmisch-Partenkirchen nun auch die Staatsstraße zwischen Murnau und Schwaiganger auf einer Länge von fünf Kilometern gesperrt werden, berichten die Kollegen von Rosenheim24. Dort sei der Fluß Loisach bereits über die Ufer getreten.

Auch im Landkreis Weilheim-Schongau bereitet man sich auf alle Eventualitäten vor. In Peißenberg wurde bereits am Abend mit dem Füllen von Sandsäcken begonnen.

Das Bayern-Wetter vom Montag - Hochwassergefahr

Update, 20. Mai, 17.24 Uhr: Am Tegernsee in Oberbayern wird die Hochwasser-Lage am Montag mit wachsender Sorge beobachtet. Eine ähnliche Wetter-Konstellation hat beim Hochwasser 2013 geherrscht.  

Update, 20. Mai, 16.39 Uhr: Bisher gibt es noch keinen Grund zur Sorge für alle Münchner und die restlichen Isar-Anrainergemeinden. Der Pegel liegt derzeit laut Hochwassernachrichtendienst Bayern bei 1,20 Metern. Erst bei 240 Zentimetern geht die erste Warnstufe los. Doch schon bis Dienstagmittag könnte der Pegel auf auf zwei Meter steigen. Für Mittwoch gibt es noch keine Prognose.

Update, 20. Mai, 13.50 Uhr: Mehrere Wetterportale melden für die südlichen Regionen der Landkreise Traunstein und Rosenheim Sturzflut- und Erdrutschgefahr, wie Rosenheim24.de* berichtet. Demnach können einzelne Straßen und tiefer gelegene Ortschaften vom Hochwasser bedroht sein. Durch schnell ansteigendes Wasser können kleinere Flüsse über die Ufer treten und Keller unter Wasser setzen. Im Gebirge sind durch die anhaltenden Regenfälle Erdrutsche möglich.

Extreme Wetterlage in Bayern: Starkregen und Schneeschmelze sorgen für Hochwasser-Gefahr

Erstmeldung um 11.50 Uhr: Vor genau 20 Jahren versanken viele Teile Bayerns unter extremen Wassermassen. Das Pfingsthochwasser von 1999 ist vielen Menschen noch im Gedächtnis. Im Landkreis Fürstenfeldbruck herrschte Land unter, ebenso im Landkreis Starnberg. Jetzt drohen einigen Gebieten im Allgäu und am Alpenrand erneut Überschwemmungen. Grund ist ein anhaltendes Tiefdruckgebiet im Dreiländereck Deutschland, Österreich und Tschechien, wie br.de berichtet.

Wetter in Bayern: Hochwasser und Starkregen drohen im Allgäu und im Alpenvorland

Der Starkregen soll bis zum Mittwoch anhalten und kann beispielsweise im Allgäu zu Niederschlagsmengen von bis zu 200 Liter pro Quadratmeter führen. Normalerweise fällt dort im Schnitt im gesamten Mai 140 bis 150 Liter Regen pro Quadratmeter. 

Auch die Alpenregionen sind von Hochwasser bedroht. Hier kommt zum anhaltenden Regen noch die Gefahr durch Schmelzwasser aus den Bergen hinzu, die die Bäche und Flüsse zusätzlich anschwellen lassen. Auf über 2000 Meter geht der Regen dann in Schnee über und könnte zu einem Meter Neuschnee auf der Zugspitze führen.

Wetter in Bayern: Hochwasserwarnung für Mangfall und Tiroler Ache

Im Südosten Bayerns drohen ebenfalls Überschwemmungen, wie rosenheim24.de* berichtet. Dort könnte besonders die Mangfall bei Feldolling (Gemeinde Feldkirchen-Westerham, Landkreis Rosenheim) von Dienstag auf Mittwoch über die Ufer treten. Der Hochwassernachrichtendienst Bayern gibt hier die höchste Warnstufe ab. Der Wasserstand könnte auf 2,45 Meter ansteigen. 

Auch im Landkreis Traunstein droht Ungemach. Die aus Tirol kommende Ache könnte am Mittwoch die Warnstufe drei erreicht werden. Auch bei kleineren Gewässern und Wildbächen sind demnach starke Wasseranstiege zu erwarten.

*rosenheim24.de, Merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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