Feste in vielen Gemeinden

Bayern im Maibaumfieber

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In vielen Gemeinden Bayerns werden am Donnerstag Maibäume aufgestellt.

München - In vielen bayerischen Dörfern und Städten stellen am Donnerstag die einheimischen Burschen bei Tanz und Musik ihre neuen Maibäume auf.

Die teils mehr als 30 Meter hohen Bäume - sie gelten auch als Fruchtbarkeitssymbole - werden zuvor in einem festlichen Zug zu den Marktplätzen oder vor die Rathäuser gebracht. Vielerorts stellen die einheimischen Burschen sie nach alter Tradition nur mit ihrer Muskelkraft auf. Andernfalls übernehmen Kräne die Aufgabe. In mühevoller Arbeit hatten die Vereine ihre Maibäume in den Landesfarben Weiß und Blau gestrichen und mit Girlanden versehen. Verziert sind sie zudem oft mit den Zunftzeichen einheimischer Handwerksberufe.

Schriftliche Quellen über das Maibaum-Brauchtum gibt es seit der Barockzeit. Ob es auf die Fruchtbarkeitsrituale und Baummysterien der Kelten zurückgeht, ist nicht erwiesen. Zum Brauchtum gehört auch das Maibaumstehlen. Es folgt festen Regeln. So dürfen nur bereits gefällte Bäume gestohlen werden, die sich schon in dem Ort befinden, wo sie aufgestellt werden sollen. Der Maibaumklau im eigenen Ort ist tabu, ebenso Gewaltanwendung. Die Verhandlungen um das Auslösen der Beute drehen sich um möglichst viel Freibier und Brotzeiten.

In Schliersee hat eine Theatergruppe den Maibaum der Skifahrer-Legende Markus Wasmeier gestohlen.

dpa

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