Polizei ermittelt

Auf Maskenpflicht hingewiesen: Mann greift Tankstellen-Mitarbeiter an - weiterer Vorfall in Bayern

Eine Polizistin Blickt zu Passanten mit Masken.
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Auf die Maskenpflicht hingewiesen, griff ein Mann in Bayern einen Tankstellen-Mitarbeiter an. Die Polizei ermittelt jetzt wegen Körperverletzung.

Auf die Maskenpflicht angesprochen, verpasste ein Mann einem Tankstellen-Angestellten in Bayern eine Ohrfeige. Das blieb nicht der letzte Vorfall, bei dem die Polizei ermittelt.

Bad Abbach - Nur weil er auf die Maskenpflicht angesprochen wurde, griff ein Mann einen jungen Tankstellen-Mitarbeiter an: Wie die Polizei mitteilt, hat ein Kunde in einer Tankstelle in Bad Abbach im niederbayerischen Landkreis Kelheim* am Mittwochmorgen gegen neun Uhr einen Angestellten geohrfeigt.

Bayern: Mann möchte in der Tankstelle keine Maske tragen und greift einen Angestellten an

Nach Angaben der Polizei habe der 20-jährige Angestellte einen männlichen Kunden ohne Atemschutzmaske in der Tankstelle dazu aufgefordert, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Daraufhin habe der Mann dem jungen Mitarbeiter eine Ohrfeige verpasst. Anschließend sei der Täter ohne Maske mit zwei Begleitpersonen in einem Kleintransporter mit Berliner Kennzeichen davon gefahren. Wie die Polizei heute mitteilte, wurde der 20-Jährige durch die Ohrfeige leicht verletzt. Wegen Körperverletzung ermittelt die Polizei nun gegen den Mann.

Maskenverweigerer in Bayern: zwei Fälle in zwei Tagen

Nur einen Tag früher als der Angriff auf den Tankstellen-Angestellten, gab es auch in Oberfranken einen Verstoß gegen die Maskenpflicht. Wie die Polizei heute mitteilte, kam es am Dienstagmittag an der Rastanlage Frankenwald-West an der A9 nahe Berg (Landkreis Hof*) zu einem Streit zwischen einer 61-jährigen Autofahrerin aus Berlin und einer Verkäuferin.

Nach Angaben der Polizei habe die Verkäuferin die 61-jährige Autofahrerin mehrmals dazu aufgefordert, eine Maske zu tragen. Doch die Frau weigerte sich. Sie wollte sich den Angaben der Polizei zufolge eine Brotzeit kaufen und behauptete ein Attest zu haben, das ihr bescheinigt, keine Maske tragen zu müssen. Vorgezeigt habe sie das Attest allerdings nicht. Der Streit ging weiter, bis die Frau aus lauter Verärgerung mitteilte, dass sie ihre Tankrechnung in Höhe von 54 Euro nicht bezahlen wolle. Und weg war sie. Ohne zu zahlen.

Bayern: Frau ergreift nach Maskenstreit die Flucht - ohne zu zahlen

Lange konnte die 61-Jährige der Polizei allerdings nicht entwischen. Auf der Autobahn in Höhe Helmbrechts hielten zwei Zivilstreifen die Flüchtige auf. Nach Angaben der Polizei habe die Frau die Beamten zunächst angeschrien und die Herausgabe ihrer Daten verweigert. Ihr angebliches Attest rückte sie auch nicht vor den Polizisten heraus. Neben einer Strafanzeige wegen Tankbetrugs erwartet die Frau der Polizei zufolge jetzt auch noch eine Anzeige wegen dem Verstoß gegen die Infektionsschutzverordnung.

In Deutschland sind diese beiden Vorfälle nicht die ersten Straftaten, die auf eine Aufforderung zum Maske tragen folgten. Ganz im Gegenteil: In Idar-Oberstein hat Mitte September ein Mann einen jungen Tankstellenkassierer erschossen*. Und das nur, weil der junge Angestellte den Täter auf die Maskenpflicht hingewiesen hatte. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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