Tobias Gotthardt von FW

„Es gibt Bayern nicht bei Whatsapp“: Politiker bekommt Nachricht von Sohn und meldet sich bei Facebook-Chef

Tobias Gotthardt von den Freien Wähler setzt sich für eine Bayern-Flagge als Emoji ein.
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Tobias Gotthardt von den Freien Wähler setzt sich für eine Bayern-Flagge als Emoji ein.

In der Emoji-Liste von Facebook und Whatsapp befinden sich zahlreiche Flaggen. Die bayerische ist jedoch nicht dabei. Das will ein Politiker aus der Oberpfalz ändern.

Oberpfalz - Seine Kinder brachten den Freie-Wähler-Politiker Tobias Gotthardt auf die Idee. Bei einem langen Tag im Plenarsaal wollten sie ihm liebe Grüße schicken und diese mit Bayern-Flaggen verzieren, erzählt der Landtagsabgeordnete dem ostbayerischen Fernsehsender TVA. „Es gibt Bayern nicht bei Whatsapp*, das ist blöd – das musst du ändern. Du bist doch Politiker“, so die Sprachnachricht des jüngsten Sohnes. Und genau das nahm sich Gotthardt auch vor. Noch im Plenarsaal schrieb er eine Nachricht an den deutschen Facebook-Chef.

FW-Politiker schreibt Facebook und bittet um Bayern-Flagge - „ein einfaches Weiß-Blau reicht“

Das Oktoberfest kenne man weltweit und auch die bayrische Kultur genieße einen guten Ruf, so ist sich Gotthardt sicher. „Überall auf dem Globus denkt so mancher an Alpen und Lederhose, wenn er Deutschland beschreibt. Jeder, so meint man, kennt Bayern – außer Whatsapp, Facebook und Messenger.“ Das wolle er nun ändern. In seiner Nachricht an den Facebook-Chef schreibt er: „Lassen Sie Ihre kreativen Köpfe doch auch die Bayernflagge – ein einfaches Weiß-Blau reicht, müssen weder Löwe noch Raute sein – designen.“ Dann könnten alle Bayern und Bayernfreunde, ihre Liebe zum Freistaat auch im Chat oder auf Facebook zeigen.

In der Liste der Emojis gebe es bereits regionale Flaggen. „Auch Schottland und Wales, beide Teil des Vereinigten Königreichs, finden sich im bunten Fundus ihrer Emojis“, so Gotthardt in seiner Nachricht. „Es würde mich sehr freuen, das weiß-blaue Emoij schon bald regelmäßig in meinen Nachrichten zu verwenden. Und ich bin mir sicher: Ich wäre nicht der Einzige“, sagt der oberpfälzische Landtagsabgeordnete dem TVA. Noch steht die Antwort des Facebook-Chefs aus. Welche Symbole aufgenommen werden, entscheidet jedoch nicht Facebook, sondern das Unicode-Konsortium. 

Forderung nach Bayern-Flagge könnte schwer werden: Klare Anforderungen von Unicode

Es gibt klare Anforderungen, ob und wie ein Symbol in die lange Liste der Emojis aufgenommen wird. Der Antragsteller muss bei Unicode beispielsweise stichhaltig belegen, ob das vorgeschlagene Emoji auch wirklich häufig verwendet wird. Außerdem ist wichtig, dass es unter den mehr als 3300 schon existierenden Emojis nicht schon etwas Ähnliches gibt. Jeder kann Vorschläge einreichen. Erst vor einigen Jahren schlug der BR-Jugendkanal Puls ein Döner-Emoji vor und hatte damit Erfolg. Allerdings habe es vom Antrag bis zur Erscheinung gut zwei Jahre gedauert, so der BR. Ob es die bayerische Flagge bald auf unseren Smartphones geben wird, bleibt abzuwarten. (tkip) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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