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„Operation Weckruf“ - 50 Durchsuchungen bei Kinderpornografie-Razzien in Bayern

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Von: Katarina Amtmann

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Blaulicht
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

In allen Regierungsbezirken gab es eine großangelegte Kinderpornografie-Razzia. „Wer solche Straftaten begeht, kann sich in Bayern niemals sicher fühlen“, sagt Justizminister Eisenreich.

München - 50 Durchsuchungen, 55 Beschuldigte, 928 beschlagnahmte Datenträger und Computer - so lautet die Bilanz einer großangelegten Kinderpornografie-Razzia in allen bayerischen Regierungsbezirken. „Wer solche Straftaten begeht, kann sich in Bayern niemals sicher fühlen“, sagte Justizminister Georg Eisenreich (CSU) am Mittwoch mit Blick auf den „Operation Weckruf 2022“ genannten Großeinsatz. Die Aktion war bereits am Dienstag, die Ermittler hatten zunächst aber keine Details dazu genannt.

Kinderporno-Razzien - „Was dort zu sehen ist, dieses Maß an Grausamkeit, ...“

15 der insgesamt 55 ermittelten Fälle betreffen demnach Downloads von Darstellungen von schwerstem und extrem gewalttätigem sexuellen Missbrauch von Kindern und Säuglingen. „Was dort zu sehen ist, dieses Maß an Grausamkeit, an Gewalttätigkeit, können selbst langjährige Ermittler nicht ohne Weiteres wegstecken“, sagte Thomas Goger. Er ist der Leiter des Zentrums zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet (ZKI).

Beschuldigte gebe es in jedem Regierungsbezirk. Sie sind zwischen 18 und 73 Jahre alt, mehr als ein Drittel von ihnen ist jünger als 30. 23 von ihnen legten laut Goger noch an Ort und Stelle ein Geständnis ab. Wo sich die Verdachtsmomente bestätigen, drohen Freiheitsstrafen von mindestens einem Jahr.

Razzia 2020: 51 Beschuldigte

Im Mai 2021 hatte es eine ähnliche Aktion gegeben, damals gab es 51 Beschuldigte. Ermittlungen wegen sexuellen Missbrauchs und Kinderpornografie hatten zuletzt stark zugenommen. Im Jahr 2021 wurden beim ZKI mehr als 3200 Verfahren erfasst. Neben konsequenter Strafverfolgung wollen die Behörden auch auf Prävention setzen. (kam/dpa)

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