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„Dumme Idee“: Heizöl-Lkw beliefert Polizei – und macht dabei alles falsch

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Von: Felix Herz

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Ein Heizöl-Lieferant wollte eine Polizeidienststelle in Rosenheim beliefern – doch die Beamten wurden dabei auf zahlreiche Vergehen aufmerksam (Symbolbild).
Ein Heizöl-Lieferant wollte eine Polizeidienststelle in Rosenheim beliefern – doch die Beamten wurden dabei auf zahlreiche Vergehen aufmerksam (Symbolbild). © Rolf Poss / IMAGO

Kuriose Lieferung in Rosenheim: Ein Lastwagenfahrer wollte die Polizei mit Heizöl versorgen – doch die Beamten wurden dabei auf zahlreiche Vergehen aufmerksam.

Rosenheim – Bei diesem Transport wurde „fast alles falsch gemacht, was man falsch machen kann“. So drückt es ein Sprecher der Polizei zusammenfassend aus. Es geht um einen Lastwagenfahrer, der eine Polizeidienststelle in Rosenheim mit Heizöl beliefern wollte. Doch das lief alles andere als reibungslos.

Führerschein, Gefahrgut, Warntafeln: Heizöl-Transport alles andere als ordnungsgemäß

Laut Pressemitteilung der Polizei wurde der Lastwagenfahrer am Mittwoch, 21. September, gegen 12 Uhr bei der Polizeidienststelle in Rosenheim vorstellig. Er wollte Heizöl anliefern. Doch beim Blick auf die Ladefläche des Lasters stellten die Beamten schnell fest, dass hier einiges im Argen lag. Die Polizei entschied, den Lkw sowie den 32-jährigen Fahrer aus dem Landkreis München einer intensiven Kontrolle zu unterziehen.

Dabei stellten sie gleich mehrere Verstöße fest. Zunächst einmal war die Fahrerlaubnis des 32-Jährigen zum Führen von Lastkraftwagen seit mehreren Monaten abgelaufen. Zudem hatte der Fahrer keinen ADR-Schein und keine orangefarbenen Warntafeln am Lkw angebracht. Die Behälter, in denen das Heizöl transportiert wurde, waren nicht „gefahrgutrechtlich gekennzeichnet“, heißt es im Polizeibericht. Doch damit nicht genug.

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„Dumme Idee“: Heizöl falsch transportiert und nicht gesichert

Das Heizöl wurde außerdem unter anderem in einem Lagertank transportiert. Diese sind für den Transport von Heizöl im Straßenverkehr jedoch nicht zugelassen, da sie die dafür erforderlichen Stabilitätsanforderungen nicht erfüllen. Und: „Erschwerend hinzu kam, dass die Ladung kaum gesichert war“, so die Polizei.

Die Mängelliste ist damit jedoch noch immer nicht beendet. Denn laut Polizei fehlten schließlich noch ein Beförderungspapier, ein Feuerlöscher, gefahrgutrechtliche Ausrüstungsgegenstände und Dokumente. Nichts davon konnte der Fahrer vorweisen.

Wegen der fehlenden Fahrerlaubnis erwartet den Fahrer nun ein Strafverfahren. Auch Ordnungswidrigkeitsverfahren mit Bußgeldern im vierstelligen Bereich gegen ihn und weitere Beteiligte werden eingeleitet. Einem Polizeisprecher zufolge habe der Fahrer eingesehen, dass es „eine dumme Idee“ war, so zur Polizeidienststelle zu fahren. (fhz)

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