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Tragischer Badeunfall in Bayern: 18-Jährige rettete Bub aus dem Wasser – nun verstarb er im Krankenhaus

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Von: Felix Herz

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Nach einem tragischen Badeunfall verstarb ein 8-jähriger Junge im Krankenhaus (Symbolbild).
Nach einem tragischen Badeunfall verstarb ein 8-jähriger Junge im Krankenhaus (Symbolbild). © Philipp Schulze/dpa

Bei einem schweren Badeunfall in Bayern wurde ein Kind lebensgefährlich verletzt. Eine 18-Jährige rettete ihn aus dem Wasser – nun verstarb der Bub.

Update vom 14. Juli, 12.15 Uhr: Laut Mitteilung der Polizei vom Donnerstag, 14. Juli, ist der 8-jährige Junge inzwischen im Krankenhaus verstorben. Eine Obduktion habe keine Hinweise auf ein Fremdverschulden ergeben – man geht von einem tragischen Badeunfall aus.

Update vom 7. Juli, 21.45 Uhr: Laut Mitteilung der Polizei schwebt der 8-jährige Junge weiterhin in Lebensgefahr. Und noch immer ist unklar, warum der Bub am vergangenen Sonntag, 3. Juli, im Main plötzlich untergegangen war. Im Zusammenhang mit der Ursachenforschung suchen die Beamten aktuell nach zwei Bootsführern als Zeugen. Man gehe aber nicht davon aus, dass die Beiden an dem tragischen Unfall beteiligt gewesen seien, heißt es in der Mitteilung.

Erstmeldung vom 4. Juli: Marktsteft – Es ist Sommersaison – und fast täglich kommt es zu tragischen Badeunfällen. In Ulm ertrank am ersten Juli-Wochenende ein Mann beim Versuch, die Donau schwimmend zu überqueren. Und in Würzburg wurde die Leiche eines Touristen gefunden, der in der Nacht zuvor an einem Junggesellenabschied teilgenommen hatte. Nicht ganz so tragisch endete ein schwerer Badeunfall am Sonntag in Marktsteft – und das ist zu großen Teilen auch einer 18-Jährigen zu verdanken.

Schwerer Badeunfall in Bayern: Kind plötzlich nicht mehr zu sehen

Am Sonntag, 3. Juli, besuchte eine Mutter mit ihrem achtjährigen Sohn die Badebucht „An der Fähr“ des Main in Marktsteft, nahe Würzburg. Laut Pressemitteilung der Polizei konnte sie ihren Spross „gegen 18.30 Uhr plötzlich nicht mehr sehen“. Sofort begann sie, lautstark nach ihm zu suchen und alarmierte damit auch andere Badegäste.

Die anderen Badegäste, die die Mutter bei der Suche nach ihrem verunglückten Sohn umgehend unterstützten, suchten gemeinsam das Wasser ab. Schließlich entdeckte eine 18-Jährige den Jungen unter der Wasseroberfläche, sprang in den Main und brachte das Kind an Land.

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Kind bei Badeunfall in Bayern lebensgefährlich verletzt: 18-Jährige verhinderte Schlimmeres

Sofort begannen die bei der Suche mithelfenden Personen mit Erste-Hilfe-Maßnahmen. Diese führten sie bis zum Eintreffen des alarmierten Rettungsdienstes und eines Notarztes durch. Anschließend kümmerten sich die Profis um den Jungen. Nach der Erstbehandlung wurde der 8-Jährige mit lebensgefährlichen Verletzungen „in ein nahe liegendes Krankenhaus geflogen“, heißt es bei der Polizei.

Bei einem schweren Badeunfall in Bayern war ein 8-Jähriger plötzlich untergegangen. Eine 18-Jährige rettete ihn (Symbolbild).
Bei einem schweren Badeunfall in Bayern war ein 8-Jähriger plötzlich untergegangen. Eine 18-Jährige rettete ihn (Symbolbild). © Westend61 / IMAGO

Weitere Ermittlungen vor Ort hat die Kriminalpolizei Würzburg übernommen. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es keine. Es ist davon auszugehen, dass das beherzte Eingreifen der Jugendlichen einen schlimmeren Ausgang des schweren Badeunfalls verhindert hat. (fhz)

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