Sommer extrem

Bayern schwitzt bei mehr als 36 Grad

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Raus in den Park: Zwei Frauen sonnen sich auf einer Wiese im Hofgarten München.

München - Sommer extrem: Temperaturen von mehr als 36 Grad haben die Menschen in Bayern am Samstag ins Schwitzen gebracht. Bei Badeunfällen kam ein Jugendlicher ums Leben, ein anderer wurde schwer verletzt.

Bayern ächzt unter der Sahara-Hitze. Der Rekordwert von 37,5 Grad aus dem Jahr 1983 ist am Samstag fast erreicht worden. Die Münchner schwitzten bei 36,2 Grad. Spitzenreiter war der mittelfränkische Ort Möhrendorf mit 37,2 Grad. Mit diesen Werten rutschte Bayern am letzten Juliwochenende in die sogenannten Hundstage. „Diese Tage sind von Ende Juli bis Ende August und richten sich nach einem Sternbild. Tatsächlich fallen Phasen mit Rekordtemperaturen wie gerade jetzt meist auf die Hundstage“, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes.

Die Hitze trieb viele Menschen an Seen, Flüsse und in die Freibäder. Einige dieser Ausflüge endeten tragisch. Ein 17-Jähriger wurde am Freitagabend tot aus einem Badeweiher in Bruck im Landkreis Schwandorf geborgen. Badegäste hatten den Mann gegen 15 Uhr zuletzt gesehen, teilte die Polizei mit. Gegen Abend alarmierte eine Kioskbetreiberin die Polizei. Die Beamten gingen von einem Unfall aus.

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Am selben Abend verletzte sich ein zwölfjähriger Junge beim Sprung in einen Bach im Berchtesgadener Land schwer am Bein. Wie das Bayerische Rote Kreuz (BRK) in Berchtesgaden mitteilte, musste der Bub mit einer Trage aus dem unwegsamen Gelände der Königsseer Ache gerettet werden. Rettungskräfte waren über eine Stunde damit beschäftigt, das Kind zu bergen. Der Junge kam schwer verletzt in ein Krankenhaus.

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Ausgerechnet an den heißesten Tagen des Jahres konnten mehrere Hundert Bewohner von Andechs bei München das Leitungswasser in ihrer Gemeinde nicht trinken. Wie die Polizei in Herrsching am Samstag mitteilte, hatte das Landratsamt Starnberg bereits am Donnerstag die Anwohner der Gemeindeteile Erling und Machtlfing angewiesen, das Trinkwasser abzukochen. Zuvor waren im Andechser Brunnen Bakterien entdeckt worden. Die Warnung galt bis mindestens Sonntag.

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Die Hitze in Bayern bringt nicht nur viele Menschen an ihre körperlichen Grenzen, sondern auch ihre Begleiter auf vier Beinen. Mehr als doppelt so viele Einsätze wie üblich verzeichnete die „Tierrettung München“ am Samstag. „Vor allem ältere und chronisch kranke Tiere leiden unter den Temperaturen“, sagte Tierärztin Sylvie Haghayegh von dem Münchner Rettungsdienst, der sich um Haus- und Wildtiere kümmert. Am besten sei es, mit den Tieren zu Hause zu bleiben und sie nicht der Sonne auszusetzen.

dpa

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