Retter warnen

Bergnot bei Schnee und Dunkelheit - Bergwacht muss Wanderer aus Steinernem Meer retten

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Hubschraubereinsatz am Steinernen Meer - hier ein Archivbild aus dem Jahr 2018.

Schnee und Dunkelheit setzen den Touren mehrerer Berggänger in den Alpen ein Ende. Gleich zweimal rückt am Wochenende die Bergwacht aus, um Menschen wieder ins Tal zu bringen.

Ramsau - Schneefall und Dunkelheit sind mehreren Berggängern in den Alpen bei Berchtesgaden am Wochenende zum Verhängnis geworden. Ein Mann und eine Frau wurden am Sonntag von der Bergwacht aus dem Steinernen Meer gerettet. Das Paar aus Baden-Württemberg war am Vorabend in einen Schneesturm geraten und hatte auch aufgrund der Dunkelheit die Orientierung verloren, wie das Bayerische Rote Kreuz mitteilte.

Die zwei verbrachten die Nacht in einem Biwak und setzten gegen 5.00 Uhr am Morgen einen Notruf ab. Nach Sonnenaufgang brachte ein Hubschrauber Helfer der Bergwacht in ihre Nähe. Mit einem Geländefahrzeug wurden die beiden Wanderer durchgefroren und unverletzt ins Tal gebracht.

Bayern: Weitere Rettungsaktion am Samstag - Bergwacht mehr als sechs Stunden im Einsatz

Bereits in der Nacht auf Samstag hatte die Bergwacht drei Kletterer am Berg Rotpalfen retten müssen. Zwei Männer und eine Frau waren einem BRK-Sprecher zufolge am Freitag trotz Neuschnee und schlechter Wetterprognose am Morgen zu der Klettertour gestartet.

Als am Abend das angekündigte Wetter einsetzte und Schnee, Regen und Dunkelheit zunahmen, setzten die drei einen Notruf ab, da sie die Tour nicht mehr schafften. 13 Helfer der Bergwacht machten sich von Ramsau (Landkreis Berchtesgadener Land) auf den Weg. Sechseinhalb Stunden war die Bergwacht laut BRK im Einsatz, um die drei letztlich unverletzt ins Tal zu bringen. Kurz nach Mitternacht und mit 20 Zentimetern Neuschnee am Berg war der Einsatz beendet.

Bayern: Schneefall in den Bergen und frühe Dunkelheit - Bergwacht warnt Wanderer

Die Bergwacht Ramsau weist darauf hin, dass durch Schneefall in den Bergen schnell jede Orientierung verloren gehen kann und es nach 18.00 Uhr aktuell sehr schnell dunkel werde. Dies sollten Menschen bei Touren einplanen und auch den Wetterbericht beachten.

Für unerfahrene Wanderer gibt es in den Bergen zahlreiche mögliche Fehlerquellen: So wurde unlängst auch ein Pärchen mit überladenen Rucksäcken und zu großem Zutrauen in das GPS-System ein Fall für die Bergretter. Ein Stück (letztlich positive) Bergwacht-Geschichte schrieb im Juli die Rettung einer jungen Frau, die am Watzmann 50 Meter in die Tiefe stürzte.

dpa/fn

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