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Nach falscher Fütterung von Besuchern: Schaf Söckchen muss wiederbelebt werden

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Von: Tanja Kipke

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Bei einem jungen Walliser Schaf hörte das Herz auf zu schlagen.
Bei einem jungen Walliser Schaf hörte das Herz auf zu schlagen. (Symbolbild) © Sven Hoppe/dpa

Pfleger in einem bayerischen Tierpark retteten einem Schaf mit einer Herzdruckmassage das Leben. Falsche Fütterung von Besuchern hätten das Tier beinahe umgebracht.

Weitramsdorf - Die Aufregung in einem Tierpark im oberfränkischen Landkreis Coburg* war groß. Bei einem jungen Schaf im Wildpark Schloss Tambach in Weitramsdorf war kein Herzschlag mehr zu spüren. „Die Zunge war bereits blau angelaufen“, sagte am Donnerstag Nicole Seifferth, die leitende Tierpflegerin. Außerdem sei bei dem Walliser Schwarznasenschaf ein Klumpen im Magenbereich tastbar gewesen, der auf die Luftröhre gedrückt habe. Schnelles Handeln war gefragt.

Schaf Flöckchen muss durch Herzdruckmassage gerettet werden - Besucher waren Schuld

Mit einer Herzdruckmassage haben die Pfleger dem Tier das Leben gerettet. „Die Wiederbelebung bei einem Schaf verläuft eigentlich ähnlich wie bei einem Menschen, man führt eine Herzdruckmassage durch“, schilderte Seifferth. Die Reanimation sei erfolgreich verlaufen. Man habe es außerdem zeitgleich geschafft, den Klumpen im Magen wegzudrücken, so dass das Tier wieder Luft bekommen habe.

Das Schaf habe sich von dem Schock bereits erholt. Seifferth vermutet, dass das Tier etwas falsches gefressen hat. In dem Park dürfen die Besucher viele Tiere selbst füttern - allerdings nur mit dem Wildfutter, das der Park verkauft. Es komme aber leider immer wieder vor, dass Besucher trotzdem eigene Sachen verfütterten. Dies sei wohl bei dem Schaf der Fall gewesen.

Nächste Aufregung folgte direkt: Schafbock Cham hat Schaum vor dem Mund

Am selben Tag habe außerdem in einem anderen Gehege Vierhornschafbock Charles Schaum vor dem Mund gehabt. Das Tier werde derzeit mit Medikamenten behandelt und dürfe nach einer Futterdiät vermutlich kommende Woche wieder zu „seinen Damen“ ins Gehege. „Wir werden noch einmal an alle Besucher appellieren, den Tieren kein mitgebrachtes Futter zu geben“, sagte Seifferth. (tkip/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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