Glück für München, Rosenheim und Memmingen

Urlaub in Bayern: Corona-Beherbergungsverbot gekippt - Söder ändert Meinung

Der Schriftzug „Hotel“ steht unter einem Fenster. Die Bundesländer haben ein Beherbergungsverbot für Urlauber aus inländischen Corona-Risikogebieten beschlossen.
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Reisende aus bayerischen Risikogebieten können uneingeschränkt in bayerischen Hotels übernachten.

Viele Bundesländer haben wegen der Corona-Pandemie Beherbungsverbote für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten ausgesprochen. Das gilt auch in Bayern - aber nicht für alle.

  • Das Corona-Beherbergungsverbot gilt in Bayern nicht für Reisende aus dem Freistaat.
  • Nur wer nach Bayern einreist, muss mit Einschränkungen rechnen.
  • Innerhalb Bayerns könne die Lage besser eingeschätzt werden, lautet die Begründung des Gesundheitsministeriums.
  • Hier finden Sie die aktuellen Fallzahlen* in Bayern als Karte.

Update vom 16. Oktober, 11.19 Uhr: Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Risikoregionen endet in Bayern am kommenden Freitag. Die Staatsregierung verzichte auf eine Verlängerung der Regelung, „wir belassen es dabei“, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München.

Urlaub in Bayern: Corona-Beherbergungsverbot gilt nicht für jeden Reisenden - Ministerium klärt auf

Erstmeldung vom 12. Oktober 2020: München - Das Beherbergungsverbot für Reisende aus deutschen Corona*-Risikogebieten gilt innerhalb Bayerns nicht für bayerische Hotspots. Seit 7. Oktober gilt in Bayern die Regel, wer aus einem deutschen Risikogebiet kommt, darf nur eingeschränkt in einem Hotel oder einer Pension übernachten.

Corona-Beherbergungsverbot in Bayern: Gilt nicht für Reisen innerhalb des Freistaats

Davon ausgenommen sind Hotspots, die innerhalb Bayerns* liegen, wie ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums gegenüber dem BR erklärte. Derzeit liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert* in den bayerischen Städten München, Rosenheim und Memmingen, sowie in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Regen über dem kritischen Richtwert von 50 Neuinfektionen innerhalb einer Woche je 100.000 Einwohner. Das ist dem COVID-Dashboard des Robert Koch-Instituts zu entnehmen.

Dennoch sind die Gebiete von der Beherbergungsbeschränkung* ausgenommen. Sie gilt nur für Regionen im restlichen Deutschland. Folgende Gebiete hat das bayerische Gesundheitsministerium ab dem 10. Oktober als Risikogebiet deklariert:

  • Stadt Berlin
  • Stadtgemeinde Bremen
  • Kreisfreie Stadt Frankfurt am Main
  • Kreisfreie Stadt Offenbach
  • Kreisfreie Stadt Hamm
  • Kreisfreie Stadt Herne
  • Kreisfreie Stadt Remscheid
  • Landkreis Esslingen
  • Landkreis Cloppenburg
  • Landkreis Wesermarsch

Corona-Beherbergungsverbot: Bayern aktualisiert die Risikogebiete zweimal pro Woche

Welche Regionen und Städte als Risikogebiet gelten, aktualisiert das bayerische Ministerium nicht täglich. „Die Liste mit den betroffenen Risikogebieten wird voraussichtlich zweimal pro Woche aktualisiert. Die nächste Bekanntmachung wird – vorbehaltlich kurzfristiger Entwicklungen – am 13. Oktober 2020 mit Inkrafttreten am 14. Oktober 2020 erfolgen“, beschreibt das Gesundheitsministerium das Vorgehen.

Das Beherbungsverbot in Bayern für Reisende aus inländischen Risikogebieten.

Nur drei Ausnahmen sind vorgesehen: Ein negatives Testergebnis, das nicht älter als 48 Stunden ist. Die Reise ist beruflich oder zwingend notwendig. Oder ein anderer triftiger Grund liegt vor, darunter können auch private Anliegen fallen.

Video: Landeshauptstadt München erneut Hotspot

Das Beherbungsverbot gelte im Freistaat nur für nichtbayerische Reisende, weil die Behörden das Ausbruchsgeschehen in bayerischen Regionen besser einschätzen könnten, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums dem BR mit. Die Arbeit der eigenen Gesundheitsämter sei bekannt und somit wisse das Ministerium beispielsweise, ob das Ausbruchsgeschehen klar eingegrenzt werden kann und welche Maßnahmen wie schnell ergriffen werden. Für andere Bundesländer sei diese Einschätzung von Bayern aus nicht möglich. (lb) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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