Fahrlässige Tötung

Behinderte Frau stirbt nach Zahnoperation

Augsburg - Am Amtsgericht Augsburg sind ein Zahnarzt und ein Anästhesist angeklagt: Eine Patientin fiel bei einer Zahnoperation ins Koma und starb einige Monate später.

Eigentlich sollte eine 46-jährige Frau nur neue Zähne bekommen. Doch die Operation endete für sie tödlich. Jetzt müssen sich der behandelnde Zahnarzt und der Anästhesist vor dem Amtsgericht Augsburg verantworten, wie der Bayerische Rundfunk berichtet.

Die beide Ärzte versetzten die Patientin, die unter dem Down-Syndrom litt, in Vollnarkose. Dabei beatmeten sie die Frau nicht.

Während des Eingriffs kam es zu Komplikationen mit der Atmung und der Blutdruck der Patientin sackte ab. Sie erlitt einen Hirnschaden und fiel ins Wachkoma. Nach über zwei Jahren starb die Frau.

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Ärzten fahrlässige Tötung vor. Sie sollen über zwei Stunden versucht haben, die Patientin selbst zu reanimieren, bevor sie den Notarzt riefen. Im Prozess sollen Gutachter die näheren Umstände klären. Die Verhandlung ist auf drei Tage angesetzt.

cla

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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