Frau verklagt Saatgut-Hersteller

Beim Unkraut jäten verletzt: Bizarrer Prozess

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Weil sie nach dem Unkrautjäten an der Schulter erkrankte, hat eine Frau den Hersteller von Rasensaatgut verklagt.

Coburg - Weil sie nach dem Unkrautjäten an der Schulter erkrankte, hat eine Frau den Hersteller von Rasensaatgut auf 10.000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz verklagt.

Das Unheil nahm für die Frau mit dem Kauf von zehn Kilo Rasensaatgut seinen Lauf. Statt Rasen sei vor allem hässliches Unkraut gewachsen, monierte die Klägerin. Hundert Stunden habe sie gebraucht, um es aus ihrem Garten zu entfernen. Dafür verlangte sie eine Entschädigung von 15 Euro je Stunde. Infolge der mühsamen Gartenarbeit sei sie schließlich im Arm-Schulter-Bereich erkrankt, ihren Haushalt habe sie deswegen auch nicht mehr ordentlich führen können. Deshalb forderte sie zusätzlich 8500 Euro Schmerzensgeld.

Das Landgericht Coburg wies die Forderungen jedoch ab. Ein Sachverständiger hatte herausgefunden, dass das Unkraut unabhängig von der Qualität des Saatguts im Garten der Frau gewachsen sei. Die Keime seien bereits in der Erde gewesen. Das Urteil (Akztenzeichen 22 O 266/13) ist rechtskräftig.

dpa

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