An der Benediktenwand

Biker rettet abgestürztem Wanderer das Leben

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Einen schwer verletzten Wanderer (48) transportierte der Rettungshubschrauber am Mittwoch von einer Forststraße an der Benediktenwand ab.

Benediktbeuern - Dramatisch endete am Mittwoch die Tour eines Münchners auf die Benediktenwand. Der 48-Jährige stürzte ab und erlitt schwere Verletzungen.

Es war eine Wanderung bei bestem Frühlingswetter - doch die letzten Spuren des Winters wurden einem Wanderer am Mittwochnachmittag zum Verhängnis. Wie Hermann Spanner, Sprecher der Bergwacht Benedikbeuern, berichtet, überquerte der 48-jährige Münchner im Bereich der Benediktenwand-Nordseite ein Schneefeld - und rutschte ab. 30 Meter stürzte er über ein Schrofengelände ab. „Dabei zog er sich schwerste Verletzungen an Kopf, Wirbelsäule, Brustkorb und Knie zu“, so Spanner.

Der Münchner, der alleine von der Jachenau aus aufgebrochen war, blieb bei Bewusstsein. Trotz seiner schlimmen Verletzungen unternahm er den Versuch, selbstständig nach Benediktbeuern abzusteigen. Doch auf der Forststraße zur Tutzinger Hütte verließen ihn die Kräfte. Er blieb völlig erschöpft neben der Forststraße im Graben liegen.

Mindestens ein Mountainbiker muss an dem Schwerverletzten vorbeigefahren sein, ohne sich um ihn zu kümmern. Anders verhielt sich ein 29-jähriger Benediktbeurer, der den 48-Jährigen entdeckte. Er wählte den Notruf.

Es war gegen 17.45 Uhr, als die Disponenten der Integrierten Leitstelle Oberland in Weilheim das Einsatzteam der Bergwacht Benedikbeuern verständigten. Vier Bergretter machten sich mit dem Rettungsfahrzeug auf den Weg zu dem Verunfallten, weitere Einsatzkräfte, die am Bergwachtdepot in Bereitschaft standen, stießen dazu. Bis die Retter bei dem Münchner waren, stand ihm der 29-Jährige zur Seite. „Durch sein beherztes Eingriefen rettete der Benediktbeurer wohl das Leben des Verunglückten“, stellt Spanner fest.

Wegen der schweren Verletzungen des 48-Jährigen forderte die Bergwacht den Rettungshubschrauber „Christoph Murnau“ an. Der brachte den abgestürzten Wanderer in die Unfallklinik nach Murnau.

(ast)

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