Bergretter entdecken Skelett

Vermissten gesucht, zwei Leichen gefunden

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Blick vom Latschenkopf zur Benediktenwand.

München - Auf der Suche nach einem vermissten Wanderer machten die Bergretter bei einem Einsatz am Brauneck eine unangenehme Entdeckung.

Seit dem 9. September war ein 51-jähriger Wanderer im Bereich der Benediktenwand vermisst. Der Mann aus Dorsten (Nordrhein-Westfalen) war von einer geplanten Tour vom Brauneck zur Benediktenwand nicht zu seiner Pension in Bad Tölz zurückgekehrt. Jetzt wurde seine Leiche gefunden – und die Bergretter fanden zudem ein Skelett, das vermutlich ein seit einem Jahr vermisster Münchner ist.

Seit seinem Verschwinden war intensiv nach dem 51-jährigen Urlauber gesucht worden, der alleine zu einer Bergtour aufgebrochen war. Dabei wurden unter anderem Hubschrauber der Polizei und der Bundeswehr eingesetzt, außerdem durchkämmten Polizisten und Hundesuchstaffeln der Bergwacht die Gegend.

Dank Funkzellenortung konnte das Suchgebiet schließlich am vergangenen Wochenende eingegrenzt werden. Im Bereich des Achselkopfes stieß dann am Dienstagmittag ein Suchtrupp auf eine skelettierte Leiche. Da neben dem Toten auch ein Rucksack mit Papieren gefunden wurde, geht die Polizei davon aus, dass es sich um einen Koch aus München-Waldperlach handelt, der seit dem 22. Juli 2013 ebenfalls in dieser Region vermisst wurde. Das hatte die Auswertung seiner Handydaten ergeben – er hatte im Bereich der Benediktenwand noch mit seiner Mutter telefoniert. „Es gibt durchaus Hinweise, die darauf hindeuten, dass es die gesuchte Person ist“, sagt die Polizei, die endgültige Identifizierung müsse aber über die DNA erfolgen.

Nur wenige Minuten später und nur rund 40 Meter von der Fundstelle entfernt machten die Bergretter dann eine zweite traurige Entdeckung: Dort lag der Leichnam des vermissten Wanderers aus Dorsten.

Nach Angaben der Polizei ist der Mann vermutlich vom Gratwanderweg zur Benediktenwand abgekommen und oberhalb der Probstalm rund 300 Meter abgestürzt. Er dürfte sofort tot gewesen sein.

Den Bergrettern blieb die traurige Pflicht, die beiden Leichname per Helikopter ins Tal zu transportieren.

tz

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