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Einsatz in der Dunkelheit: Bergwacht dirigiert frierenden Wanderer per Telefon

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Rettungseinsatz für Höhlenforscher
Rettungseinsatz für Höhlenforscher © dpa / Markus Leitner (Symbolbild)

Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden haben einen Wanderer gerettet, der in Dunkelheit in Not geraten und offensichtlich überfordert war.

Berchtesgaden - So kam es zu dem frostigen Einsatz am Hohen Göll: Der deutschsprachige Bergsteiger aus Oberfranken war erst gegen 16 Uhr an der Kehlstein-Buswendeplatte losgegangen, um über den Mannlgrat, die Göllleiten und die Schusterroute zum Purtschellerhaus zu gehen, wo er ein Nachtlager reserviert hatte. 

Als es gegen 21 Uhr dunkel wurde, setzte er einen Notruf ab, der zunächst bei der Polizei in Hallein aufschlug und dann an die Leitstelle Traunstein weitergeleitet wurde. Parallel wurde auch vom Purtschellerhaus aus ein Notruf abgesetzt, da der Mann noch nicht angekommen war, wie das BRK Berchtesgaden berichtet.

Frierender Mann mit Tee versorgt

Der Einsatzleiter der Bergwacht Berchtesgaden wies den Bergsteiger über Telefon an, mit dem Licht seines Handys bis zur Abzweigung der Schusterroute in der Göllleiten zurückzugehen und dort auf die Rettungsmannschaft zu warten, die mit dem Fahrzeug bis zur Buswendeplatte fuhr und über den Mannlgrat zur Einsatzstelle ging. 

Die Retter versorgten den frierenden, aber unverletzten 30-Jährigen mit heißem Tee, kümmerten sich um den Wärmeerhalt und führten ihn dann über die Göllleiten und den Mannlgrat zurück zum Kehlstein, wobei viele Passagen im absturzgefährlichen Gelände versichert werden mussten. Der zeitaufwendige Einsatz dauerte bis

um 2 Uhr am Morgen – der Gerettete durfte die Nacht dann im Berchtesgadener Bergwachthaus verbringen.

Tödliches Unglück auf der Schusterroute

Ein Wanderer aus dem Raum Fürth war ebenfalls auf der Schusterroute unterwegs. Als er ein Schneefeld umgehen wollte, rutschte er ab und stürzte in den Tod. Die Bergwacht spricht von einem fatalen Fehler. 

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mm/tz

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