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Klettergriff bricht aus Felswand: Belgier stürzt in die Tiefe - schwerst verletzt

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© Markus Leitner

Schlimmer Bergunfall in den Berchtesgadener Alpen: Am Sonntag brach einem Belgier der Klettergriff aus der Felswand, er stürzte acht Meter in die Tiefe. Seine Rettung erwies sich als schwierig.

Ramsau – Am Sonntagmittag hat sich in der Kletterroute Schärtenspitze-Westgrat ein sehr schwerer Unfall ereignet. Das berichtet das BRK Berchtesgadener Land: Ein 61-jähriger Vorsteiger aus Belgien war in der fünften Seillänge rund acht Meter tief ohne weitere Zwischensicherung auf ein Felsband abgestürzt und hatte sich schwerste Rückenverletzungen zugezogen. Der Mann war mit einer Frau und einem Mann aus Berlin in einer Dreier-Seilschaft unterwegs und hatte offensichtlich den richtigen Routenverlauf verloren, wobei ihm dann ein Griff ausbrach.

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Die beiden Berliner setzten gegen 12.30 Uhr einen Notruf ab, wobei die Bergwacht Ramsau und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ erst nach der Einsatzstelle suchen mussten. Der Wirt der Blaueishütte machte sich zu Fuß auf den Weg, vermutete den Unfallort zunächst wegen eines Menschenauflaufs an der Steinbergplatte, was sich nicht bestätigte. Bei einem Suchflug entdeckten „Christoph 14“ und der Hüttenwirt den Unfallort dann nach einiger Zeit, da die Einweiser nicht wirklich auf sich aufmerksam gemacht hatten.

Der Pilot brachte Bergretter und die Notärztin per Tau in die Wand, die den Mann versorgten, der dann im Luftrettungssack zur Blaueishütte und dann weiter zum Klinikum Traunstein geflogen wurde. „Christoph 14“ flog auch die beiden unverletzten Tourenpartner zur Blaueishütte aus. Beamte der Berchtesgadener Polizei nahmen den genauen Hergang des schweren Kletterunfalls auf. Die Bergwacht Ramsau holte sich in Berchtesgaden den Kerosinanhänger und musste den Heli wieder auftanken.

mm/tz

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