Am "Wilden Kaiser"

Bergdrama: Frau stürzt 80 Meter tief in den Tod

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Eine 32-Jährige ist am Sonntag am "Wilden Kaiser" in den Tod gestürzt.
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Eine 32-Jährige ist am Sonntag am "Wilden Kaiser" in den Tod gestürzt.
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Eine 32-Jährige ist am Sonntag am "Wilden Kaiser" in den Tod gestürzt.

Going - Bergdrama in Tirol: Eine 32-jährige Frau aus Bayern ist am Sonntag bei einer Wanderung im "Wilden Kaiser" in den Tod gestürzt.

Für den Auf- und Abstieg zur und von der Ackerlspitze, dem zweithöchsten Gipfel nach der Ellmauer Halt am Wilden Kaiser. braucht es mindestens drei Sachen: Ausdauer, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Einige Passagen der Tour zur 2329 Meter hohen Kuppe verlangen sogar leichte Klettererfahrung. Doch die Aussicht von da oben ins Inntal hinein, nach rechts zu den Chiemgauer Alpen und noch weiter hinter bis in die Hohen Tauern ist die Mühe allemal wert. Am Sonntagnachmittag nutzte eine kleine Seilschaft das schöne Wetter zum Aufstieg, die Tour endete in einer Tragödie: Die einzige Frau aus der Gruppe, Andrea E. (32), kam bei einem Absturz ums Leben.

Die Seilschaft – Andrea E. und drei Freunde, alle aus Kiefersfelden und Oberaudorf – hatte gegen 13.20 Uhr beim Abstieg das Gröbste bereits hinter sich: den sogenannten Niedersessel, der in Gegenrichtung den Einstieg in die Senkrechte markiert. Doch auch Abschnitte des Wegs nach unten sind nicht leicht; sie sind ausgesetzt und steil, teils muss man sich festhalten. „Absolute Vorsicht!“ mahnen einschlägige Tourenratgeber. Die junge Frau, die aus dem Kreis Ansbach stammte und in Oberaudorf lebte, stolperte hier bei einer Querung und verlor den Halt auf dem felsigen Grund. Sie stürzte über Felsen und kam 80 Meter tiefer auf einem Schotterfeld zum Liegen. Ihre drei Begleiter mussten das alles mitansehen.

Trotz des Schocks gingen zwei von ihnen hinunter und versuchten, Andrea E. wiederzubeleben, was aber nicht gelang. Der inzwischen alarmierte Notarzt des Christophorus 4-Hubschraubers konnte nur mehr den Tod der Frau feststellen.

Der Leichnam wurde vom Polizeihubschrauber geborgen und ins Tal geflogen. Auch die traumatisierten Begleiter kamen mit dem Hubschrauber ins Tal. Der weitere Abstieg von der Ackerlspitze wäre für sie nicht mehr möglich gewesen.

mc

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