Große Suchaktion im Kaisergebirge

Bergsteiger stürzte 100 Meter in den Tod

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Im Kaisergebirge ist ein Mann aus dem Raum Ingolstadt in den Tod gestürzt.

Söll/Ingolstadt - Traurige Gewissheit: Ein seit Sonntagabend vermisster Bergsteiger (34) aus Ingolstadt ist tot. Der Mann stürzte im Kaisergebirge in Tirol rund 100 Meter in die Tiefe.

Wie die Polizei in Söll bestätigte, fanden die Suchtrupps die Leiche des Wanderers am Montagmorgen gegen 8.40 Uhr am Westgrat des Zettenkaisers (1968 Meter). Er war wohl aus 1880 Metern Höhe rund 100 Meter durch steiles und felsendurchsetztes Gelände abgestürzt.

Die Frau des Verunglückten hatte ihren Mann schon am Sonntag gegen 22.30 Uhr bei der Polizei in Kufstein als vermisst gemeldet, weil er von seinem Kletterausflug nicht zurückgekehrt war. Etwa eine Stunde später fanden die Einsatzkräfte das Auto des Vermissten am Hintersteiner See bei Scheffau, dann startete eine groß angelegte Suchaktion. 20 Bergretter und die Polizei schwärmten aus. Drei Polizeihubschrauber suchten das Gelände im Wechsel mit Wärmebildkameras ab. Erst am Morgen fanden die Suchtrupps die Leiche. Sie wurde mit Tauen geborgen und ins Tal gebracht.

Wie es dazu kam, wird untersucht. Zwar sei die Klettertour an dieser Stelle gut gesichert, sagt ein Söller Polizist. Außerdem sei der 34-Jährige, der allein unterwegs war, „sehr gut ausgerüstet“ gewesen – wie ein professioneller Kletterer. „An dem Tag war aber extrem schlechtes Wetter.“ Beim letzten Telefonat der Eheleute habe der 34-jährige gesagt, er komme nun in den Schnee. Dann war er nicht mehr erreichbar. Die Leiche des Verunglückten ist frei gegeben. Eine Obduktion wurde nicht angeordnet.

mmä

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