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Bergunglück im Allgäu: Vermisster Wanderer stürzte wohl 100 Meter tief in den Tod

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Von: Christian Einfeldt

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Tot aufgefunden im Allgäu: Ein Mann stürzte wohl 100 Meter in die Tiefe. © Angelika Warmuth/dpa/Archivbild

Ein Vermisstenfall im Bayerischen Allgäu erforderte Hilfe aus der ganzen Region: Ein 57-jähriger Mann stürzte wohl 100 Meter in die Tiefe.

Oberstaufen/Steibis – Seit vergangenem Freitag, dem 18. November 2022, galt er als vermisst: ein 57-jähriger Mann aus dem Raum Ravensburg. Laut Polizeibericht haben Angehörige des Vermissten die entsprechende Vermisstenmeldung aufgegeben. Als Einsatzkräfte am Samstag (19. November) das Auto des vermissten Mannes – nur unweit von der Hochgratbahn entfernt – entdeckt haben, leiteten sie unmittelbar die Fahndung ein.

Die Polizei arbeitete mit der Bergwacht Oberstaufen zusammen, außerdem mit dem Bergwacht-Technik- und Krisenteam, dem Bayerischen Landeskriminalamt (BLKA) sowie mit Beamten aus Oberstaufen, Immenstadt und Ravensburg. Darüber hinaus waren zwei Polizei-Hubschrauber im Einsatz, mehrere Drohnen und auch die Alpine Einsatzgruppe der Polizei. Der Fall beschäftigte die ganze Region – und dennoch konnte nur noch der Tod des Vermissten festgestellt werden.

Tödliches Bergunglück im Allgäu: Laut Polizeibericht stürzte der Vermisste 100 Meter tief

Nachdem die Polizei am Samstag, gegen 22.30 Uhr, den Wagen des 57-Jährigen entdeckt hatten, wurden wenig später bereits die ersten Maßnahmen in die Wege geleitet. Die polizeiliche Suche begann. Trotz Schnee und Dunkelheit suchten die Einsatzkräfte das Gebiet ab, bis es auch am Sonntag wieder dunkel wurde. Die Suche blieb zunächst ohne jeglichen Fund. Und da sich die Witterungsbedingungen zusehends verschlechterten, mussten die Suchmaßnahmen zunächst unterbrochen werden.

Am Montagnachmittag setzten die Beamten ihre Suche erneut fort – und konnten doch nur die traurige Erkenntnis ans Tageslicht bringen, dass der Vermisste verstorben war. Wie das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in einer Mitteilung berichtete, wurde der 57-Jährige am frühen Montagnachmittag tot aufgefunden – unterhalb des Hohenfluhalpkopfs. Zuletzt ereignete sich ein Bergunglück, als ein Mann vor Augen der Freundin in den Tod gestürzt war. Auch das Bergunglück im Chiemgau, bei dem eine Frau 30 Meter tief gestürzt war, erschütterte die Region.

Nun folgt also bereits der nächste Vorfall in der bayerischen Bergregion, der einem Menschen das Leben kostete. Aktuellen Berichten zufolge, befürchtet die Polizei, dass der Mann rund 100 Meter in die Tiefe gestürzt sein könnte.

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