Bergwacht zur Übung an der Benediktenwand

Kletterer stürzt in die Tiefe

Penzberg - Eigentlich wollte die Bergwacht aus Penzberg und Benediktbeuern an der Benediktenwand üben. Doch dann erreichte sie ein Notruf: Kletterer abgestürzt.

Zu dem Einsatz kam es am Vorabend der Übung. Als die ersten Bergwachtler am Freitag gegen 20.45 Uhr auf der Bergwachthütte an der Benediktenwand eintrafen, erfuhren sie, dass ein Kletterer in einer Dreierseilschaft, die sich auf der Route Rampe-Rippe befand, drei Meter tief abgestürzt sei. Nach Angaben der Bergwacht stieg ein Team umgehend zum Ausstieg der Kletterroute hinauf, um sich gegebenenfalls abzuseilen. Zugleich forderten die Retter einen Hubschrauber der Integrierten Leitstelle mit Winde an. Weil dieser aber nicht sofort verfügbar war, wurden die im Tal gebliebenen Bergwachtleute aus Penzberg und Benediktbeuern alarmiert.

Man habe wegen der einbrechenden Dunkelheit damit rechnen müssen, dass eine personalaufwändige Rettung vom Boden aus nötig wird, so Pressesprecher Franz Gassert-Krause. Gegen 22.20 Uhr teilte jedoch die Integrierte Leitstelle mit, es sei gelungen, die Besatzung eines Rettungshubschraubers aus dem österreichischen Reutte aus dem Feierabend zu holen. Mit deren Hilfe wurde der Kletterer aus der Wand gerettet.

Bei der Übung am Samstag und Sonntag standen genau die Techniken auf dem Programm, die für eine organisierte und behelfsmäßige Rettung aus der Wand erforderlich sind – besonders wichtig auch für die Bergwacht-Anwärter, die im Herbst ihre Sommerprüfung haben.

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